Wie sieht der „neue Normalzustand“ im Fußball aus?

Durch die rasante Ausbreitung des Corona-Virus kam der Fußball weltweit zum Erliegen. Fußball ist weltweit die beliebteste Mannschaftssportart und lockt täglich Millionen Menschen auf den Platz.

Doch war nach Erlassen der ersten Maßregeln im Umgang mit der Corona-Pandemie schnell klar, dass aufgrund des intensiven Körperkontakts der Fußball ruhen müsse, um die schnelle Verbreitung von SARS-CoV-2 zu verlangsamen.

Zwar nehmen inzwischen immer mehr Profiligen den Spielbetrieb wieder auf, doch wird es wohl noch Monate dauern, bis die Hobbyfußballer wieder wie gewohnt dem Ball hinterherjagen können.

Die Bundesliga schließt die Saison ohne weitere Corona-Zwischenfälle

Von vielen wurde der frühe Neubeginn der Bundesliga kritisiert. Es wurde von Geldgier und einer Gefahr für die neuerliche Ausbreitung von COVID-19 in Deutschland gesprochen. Doch konnte die Bundesliga ihre Saison Ende Juni erfolgreich abschließen. In den anderen großen Profiligen in Europa, wie Spanien und England hat der Spielbetrieb erst begonnen und es bleibt abzuwarten, ob sich das Virus unter den Aktiven verbreitet oder nicht. Während die Profis sich schon wieder im intensiven Training befinden und es auf dem Platz kaum noch Einschränkungen durch Corona gibt, ist dieses bei den Amateuren ganz anders.

Saison der Amateurspielklassen größtenteils beendet

Da der DFB den Regional- und Landesverbänden nicht aufgezwungen hat, die Saison zu Ende zu spielen, und darauf verwiesen hat, dass das Ausbreitungsgeschehen regional sehr differenziert ist, haben die Verbände unterschiedliche Regelungen getroffen. Während Bayern hofft, die Saison im September wiederaufzunehmen und die Saison bis ins Frühjahr 2021 verlängert, haben die meisten anderen Landesverbände die Saison schon als abgeschlossen vermeldet und die Aufsteiger nach der Quotientenregel ermittelt. Absteiger wird es in den meisten unteren Spielklassen nicht geben. Genaueres ist bei den einzelnen Landesverbänden zu erfahren.

Aktuelle Corona-Regeln im Amateurfußball

Während die Profis aktuell von der Bevölkerung isoliert leben, um das Corona-Virus nicht in den Profifußball einzuschleppen, ist dies für Amateure natürlich nicht möglich. Da sie täglich durch Arbeit und Privatleben regelmäßig Kontakt mit Außenstehenden haben, sind die Trainingsinhalte stark verändert. Ähnlich wie bei den Profis, wird auch bei den Amateuren auf Individualtraining gesetzt. Die Spieler befinden sich dabei in Kleingruppen auf dem Trainingsplatz, arbeiten an ihren individuellen Fähigkeiten und versuchen den empfohlenen Abstand von 1,5 Metern zum Mitspieler einzuhalten. Zweikämpfe und Trainingsspiele sind dabei strikt untersagt. So ist das Training in den unteren Spielklassen stark eingeschränkt und es ist noch nicht abzuschätzen, wann wieder regulär gespielt und trainiert wird.

Während die Profis sich zwar mit den leeren Rängen abfinden müssen, haben die Amateure grundlegendere Probleme. Große Einnahmeausfälle für die Vereine wegen der Spielabsagen sind ein Problem, doch wiegen die Einschränkung des Trainings und die Schließung der Umkleiden viel schwerer. Da auf lange Zeit kein reguläres Training stattgefunden hat, steigt zudem die Verletzungsgefahr der Amateure.

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