Weder Terzic noch Tuchel

Nach einer äußerst spannenden Saison in der höchsten Klasse des deutschen Fußballs ist es Zeit für Analysen. Neben den Leistungen der Spieler gilt es natürlich auch, die Trainer unter die Lupe zu nehmen, die im vergangenen Jahr oftmals im Rampenlicht standen.

Das waren die besten Trainer in der vergangenen Bundesliga-Saison!

Den besten Beweis dafür liefert die Tatsache, dass sogar acht Clubs im Laufe der Saison den Coach gewechselt haben. Für viel Wirbel sorgte primär die Entlassung von Julian Nagelsmann, der kurz vor dem Saisonende von Thomas Tuchel ersetzt wurde. Im Gegensatz zum Ex-Bayern-Coach mussten ein paar andere Trainer nicht um ihre Zukunft auf der Bank zittern. Dies bezieht sich insbesondere auf die drei folgenden Namen, die unserer Meinung nach die besten Trainer in der vergangenen Bundesliga-Saison waren.

Xabi Alonso

Die Werkself aus Leverkusen ging mit hohen Erwartungen in die neue Saison. Doch schon nach dem ersten Pflichtspiel (Niederlage im DFB-Pokal) war klar, dass die Form des Teams von Gerardo Seoane nicht auf dem erhofften Niveau liegt. Allerdings kam es noch schlimmer, da Bayer in den 8 ersten Ligaspielen nur eine Niederlage feierte. Außerdem gab es 2 Unentschieden und sogar 5 Niederlagen, sodass man am Anfang Oktober den 17. Tabellenplatz belegte. Der Vorstand der Leverkusener hat auf die unerwartete Situation rechtzeitig reagiert und den ehemaligen Mittelfeldspieler Xabi Alonso als den neuen Trainer vorgestellt. Nach einem erfolgreichen Debüt (4:0 gegen Schalke 04) brauchte der Spanier etwas Zeit, um die Formkurve nach oben zu richten. Für Optimismus sorgten primär die drei Siege in den letzten Hinrunden-Spielen. Nach der Winterpause sah Leverkusen noch besser aus. Dank der offensiven Spielweise kam das Team im zweiten Saisonabschnitt in eine lange Erfolgsserie, sodass die Saison mit der Qualifikation für die Europa League beendet wurde. Aufgrund dessen und des Durchschnitts von 1,65 Punkten pro Ligaspiel hat sich Xabi Alonso definitiv einen Platz unter den besten diesjährigen Bundesliga-Trainern verdient.

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Christian Streich

Das Urgestein unter Bundesliga-Trainern (Amtszeit 12 Jahre) Christian Streich darf mit seinem SC Freiburg einmal mehr auf eine äußerst erfolgreiche Saison zurückblicken. Die Breisgau-Brasilianer haben nicht lange gebraucht, um die gewünschte Form zu erreichen, da man in den 10 ersten Ligaspielen 5 Siege, 3 Unentschieden und 2 Niederlagen verzeichnete. Freiburg spielte auch im restlichen Teil der Hinrunde sehr gut, sodass man den ersten Saisonabschnitt auf einem hohen 6. Tabellenplatz beendete. Darüber hinaus qualifizierte man sich für die K.O.-Runde in der Europa League sowie für das Achtelfinale im DFB-Pokal. Die Ligaform der Freiburger war auch nach der Winterpause gut und stabil. In den 17 Rückrunden-Duellen gab es 8 Siege, 4 Unentschieden und 5 Niederlagen. Letztendlich reichte das für einen 5. Platz mit einem kleinen Rückstand von nur 3 Punkten auf einen Champions League-Platz. Die fantastische Leistung von Christian Streich auf der Bank lässt sich am besten am Durchschnitt von 1,75 Punkten je Ligaspiel erkennen.

Urs Fischer

Obwohl Union Berlin die letzte Saison ohne Titel beendete, ging der Cheftrainer Urs Fischer mit seinen Jungs in die Geschichtsbücher ein. Dafür sorgte natürlich der Einzug in die Champions League, da die Eisernen zum ersten Mal in der langen Vereinsgeschichte in der Königsklasse des europäischen Fußballs mit von der Partie sein werden. Der große Erfolg ließ sich bereits am Ende der Hinrunde erahnen, die die Berliner mit 3 Punkten Rückstand auf Bayern auf dem zweiten Tabellenplatz beendeten. Trotz der etwas schwächeren Form nach der Winterpause reichte es am Ende für einen überraschend hohen 4. Tabellenplatz. Darüber hinaus schaffte man es bis ins Achtelfinale der Europa League sowie bis ins Viertelfinale im DFB-Pokal. Zu guter Letzt gilt es den beeindruckenden Punktedurchschnitt des Cheftrainer Urs Fischer von 1,82 Zählern je Ligaspiel zu erwähnen.

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