Gewusst? Von hier kommen unsere Nationalspieler

Der Ball ist rund. Das Spiel dauert 90 Minuten. Der Rest ist weltbekannt und erfreut Menschen aller Nationen.

Unsere Nationalelf sind die Gladiatoren von heute. Für viele Spieler ist es ein Traum, als Spieler der Nationalmannschaft für Deutschland ins Stadium einzulaufen und die Nationalhymne zu singen.

Im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft, der UEFA-Fußball-Europameisterschaft, der UEFA Nations League und Freundschaftsspielen messen verschiedenste Nationen ihr Fußball-Können gegeneinander. Um als Nationalspieler für Deutschland antreten zu dürfen, reicht es, die deutsche Staatsbürgerschaft zu besitzen. Man muss nicht in Deutschland geboren sein, um das Land zu vertreten.

Das Fußballspiel selbst findet als Duell statt, dennoch vereint es die verschiedensten Nationen. In so gut wie jeder Nationalmannschaft spielen Menschen unterschiedlicher Herkunft. Manche wurden im Land geboren, andere wurden eingebürgert. Auch die deutsche „multikulti“ Nationalmannschaft (Anteil von mehr als 25 %) beherbergt Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Die folgenden Absätze widmen sich den Mitspielern der deutschen Nationalmannschaft und deren Herkunft.

Freunde aus Europa

Aus der Europäischen Union hält der deutsch-niederländische Fußballspieler Robin Gosens die Positionen linker Verteidiger und Zentrales Mittelfeld. Er debütierte 2020 in der A-Nationalmannschaft. Der Deutsch-Franzose Leroy Sané spielt für Deutschland Linksaußen und im offensiven Mittelfeld. Der Sohn eines italienischen Vaters und einer deutschen Mutter, Nico Schulz agiert seit 2018 als linker Verteidiger und linken Mittelfeld in der deutschen Nationalmannschaft.

Die Türken dürfen nicht fehlen

Bei fast 3 Millionen türkischstämmigen Einwohnern in Deutschland ist es logisch das sich darunter talentierte Fußballer befinden. Emre Can durfte bereits 2009 das Nationaltrikot in der U15-Nachwuchsmannschaft tragen, seit 2015 ist er fixer Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft im defensiven und zentralen Mittelfeld. Sein Kollege Suat Serdar ist als deutsch-türkischer Spieler seit 2019 Mitglied der deutschen A-Nationalmannschaft.

„Mo“ aus Syrien

Der junge Deutsche mit syrischen Wurzeln, Mahmoud „Mo“ Dahoud spielte in seiner Karriere 34-mal für deutsche Nachwuchsnationalmannschaften. Trainer Joachim Löw zitierte Dahoud 2020 in die Nationalmannschaft. Sein jüngerer Bruder Said ist ebenso Fußballspieler. Dieser war bis dato nur in unterklassigen Ligen aktiv.

Doppelte Power von der Elfenbeinküste

Jonathan Tah wurde 1996 in Hamburg geboren und startete seine Karriere bei Altona 93 und dem SC Concordia. Schnell entwickelte er sich zum Stammspieler. Als Sohn einer deutschen Mutter und ivorischen Vaters konnte er sowohl für die deutsche als auch die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste erfolgreich sein.

Auch Serge Gnabry hatte kam die selbe Ehre als Kind des Schwabenlands und der Elfenbeinküste gelegen. Sein absolutes Karriere-Highlight bis heute ist die Verleihung der olympischen Silbermedaille 2016 in Brasilien.

Das gute Herz aus Burundi

Der deutsche Innenverteidiger und defensive Mittelfeldspieler Thilo Kehrer aus Burundi feierte sein Debüt 2012 in der deutschen U-16-Nationalmannschaft. 2018 wurde dieser für Spiele der „Liga A“ der UEFA Nations League und einem Testspiel gegen Peru zum Nationalspieler nominiert. Thilo ist aktiver Schirmherr der Hilfsorganisation Anstoß zur Hoffnung e. V. und setzt sich für Entwicklungshilfe seines Heimatlandes und Kenia ein.

Starke Innenverteidigung aus Nigeria

Der in Annaberg-Buchholz geborene Ohis Felix Uduokhai hat seine Wurzeln in Deutschland und Afrika. Schon in jungen Jahren machte er auf sich in den Vereinen Annaberg 09 und den FC Erzgebirge Aue durch hervorragende Leistung aufmerksam. Er ist seit 2020 in der deutschen Nationalmannschaft fixer Bestand.

Der Star der Fußballfamilie aus der Demokratischen Republik Kongo

Bote „Ridle“ Nzuzi Baku wurde 1998 in Mainz geboren, seine Familie zog 1992 aus dem damaligen Zaire nach Deutschland. Sowohl sein Zwillingsbruder Makana und sein großer Bruder spielen Fußball. Seinen Spitznamen „Ridle“ trägt er zu Ehren des Fußballprofis Karl-Heinz Riedle und lies sich diesen in den Personalausweis eintragen.

Außenverteidigung aus Ghana

Der 1996 in Nordrhein-Westfalen geborene Benjamin Henrichs ist Sohn eines Deutschen und einer Ghanaerin. 2016 zeichnete der Deutsche Fußball-Bund Benjamin in der Kategorie der U19-Junioren mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold aus. Seine Nationalmannschaft-Karriere startete er in der deutschen U-15-Fußballnationalmannschaft. Seit 2016 A-ist er fixes Mitglied der deutschen Nationalmannschaft.

Die 1.90 Meter Abwehr aus Sierra Leone

Der Berliner Antonio Rüdiger wurde 1993 als Sohn eines Vaters aus Deutschland und Mutter aus Sierra Leone geboren. Sein älterer Halbbruder Sahr Senesie war deutsch-sierra-leonischer Fußballspieler und ist heute als Berater für Antonio tätig. 2014 wurde Antonio erstmals von Trainer Löw in den Kader der deutschen Nationalmannschaft berufen.

Der Sohn afghanischer Flüchtlinge

Nadiem Amiris Eltern mussten in den 80ern aufgrund der sowjetischen Intervention in Afghanistan flüchten. Nadiem erblickte 1996 in Ludwigshafen am Rhein das Licht der Welt. Seit 2019 ist er aus der deutschen Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken.

Miteinander statt gegeneinander

Sport vereint Menschen und das darf auch im Fußball nicht fehlen. Das Vorhandensein von Spielern aus anderen Ländern bringt eine positive Dynamik, neue Ansätze und Know-how.

Die deutsche Nationalmannschaft repräsentiert die Vielfalt der Nation und setzt ein positives Zeichen für Sportgeist, Solidarität und eine gemeinsame Zukunft: Fußball verbindet.

300x250 - Neuerscheinungen Coachshop - Seitenleiste