Seilspringen für Anfänger - Perfektes Koordinationstraining

Mit Anleitung für die Grundstellung und erste Sprünge

Das Sprungseil wird viel zu selten im Fußballtraining eingesetzt. Dabei ist es preiswert in der Anschaffung, leicht zu transportieren und ein ideales Gerät fürs ganzheitliche Training. Wir haben hier die wichtigsten Informationen für den Start ins Seilspringen zusammengefasst und geben Tipps für die ersten Sprünge.

Es ist immer noch viel zu selten auf dem Trainingsplatz zu sehen: das Seilspringen!

Trainingshilfsmittel für Fußballtrainer

Warum das so ist, liegt auf der Hand. Fußball und Seilspringen passen nicht zusammen, so die Meinung vieler Fußballtrainer. Auch fehlt das Seil in der Trainerausbildung fast vollständig und wird dann im Trainingsalltag  natürlich auch nicht eingesetzt. Noch schlimmer ist, dass der Begriff "Seilspringen" immer noch in den Bereich des Turnens, Boxens oder der Gymnastik angesiedelt wird und viele Trainer selbst nicht damit umgehen können. Dabei ist es so einfach und hat viele Vorteile.

Seilspringen ist ein perfektes Ganzkörpertraining und verbessert die Kraft, die Schnelligkeit und die Beweglichkeit. Seile sind in der Anschaffung relativ günstig, benötigen nicht viel Platz und lassen sich im Training schnell einsetzen. Der Modebegriff fürs Seilspringen lautet "Rope Skipping" und diese Bezeichnung trifft schnell den Geschmack von Kindern und Jugendlichen. Jeder Spieler kann sein persönliches Seil in die Trainingstasche packen und viele werden mit Freude das Seil auch zu Hause nutzen. Es macht riesigen Spaß, nur sollte es nicht übertrieben werden, weil die Körperbelastung sehr hoch werden kann.

5 Minuten Seiltraining reichen vollkommen aus, um dieses Hilfsmittel effektiv zu nutzen. Anfänger werden Probleme haben, auf die ideale "Umdrehungsanzahl" von 120 bis 180 Sprüngen pro Minute zu kommen. Beim Start sollten 60 Sprünge das Ziel sein, dabei ist folgendes zu beachten.

Grundstellung

  • Der Untergrund fürs Seilspringen sollte die Gelenke schonen. Harte Untergründe sind unbedingt zu vermeiden. Gras ist auch für Anfänger problematisch, das Seil kann nicht glatt über die Gräser schwingen. Der ideale Untergrund ist ein guter Hallenboden. Deshalb sollten Anfänger beim Hallentraining an das Seilspringen herangeführt werden.
  • Die beiden Seilenden sollten ungefähr auf Brusthöhe gehalten werden. Dabei ist es sicherer sich aufs Seil zu stellen und die Längen dann optimal anzupassen.
  • Das Seil liegt hinter den Füssen auf dem Boden.
  • Die Unterarme sind leicht angewinkelt und die Ellenbogen liegen am Körper.

Es geht los

  • Ob vor dem Seilspringen spezielle Aufwärmübungen erforderlich sind, darüber gehen die Expertenmeinungen auseinander. Meistens wird das Seilspringen bereits als Aufwärmübung betrachtet. Ob zusätzlich Dehnungsübungen erforderlich sind, entscheide bitte selbst. Die Meinungen übers Dehnen sind unterschiedlich. Wir halten uns da raus, dies muss jeder Trainer selbst entscheiden.
  • Ist das Seil in Bewegung, wird es nur aus den Handgelenken geschwungen.
  • Der Sprung geht nicht in die Höhe, es ist mehr ein leichtes Hüpfen. Idealerweise passt das Seil gerade unter den Füssen durch. Die Sprünge immer abfedern. Locker bleiben!
  • Zwischensprünge vermeiden, zwischen jedem Schwingen nur einmal den Boden berühren. Das spart Kraft und mindert so den Konditionsaufwand, ist für Anfänger aber nicht immer einfach.
  • Wenn die Kondition nachlässt sofort aufhören, um eine zu starke Belastung der Muskulatur zu vermeiden.

Sprünge für Anfänger

  • Mit geschlossenen Beinen. Erst wenn das funktioniert wie folgt steigern:
  • Nur auf einem Bein.
  • Auf einem Bein mit Beinwechsel.
  • Pro Sprung das Seil zweimal durchschwingen.
  • Anschließend empfiehlt sich ein lockeres Auslaufen, um die Muskulatur zu lockern.

Jetzt noch viel Spaß bei der Durchführung eines Fußballtrainings mit "Rope Skipping"!

© Bettina Baumgartner Fotolia.com