Eine geniale Erfindung: die Tasche

Es gibt viele nützliche Dinge, ohne die man das Haus nicht verlässt. Ein Taschentuch zum Beispiel, das Portemonnaie, ein Kamm, was man ebenso alles unterwegs braucht. Wie gut, dass dafür die Tasche erfunden wurde. Und zwar lange vor unserer Zeit. Schon die ägyptischen Götterfiguren trugen auf Papyruszeichnungen ihr Täschchen bei sich.

Kein Sport ohne Sporttasche

Heute ist die Handtasche in der Damenwelt nicht mehr wegzudenken. Viele Frauen sammeln Taschen in allen möglichen Formen, Farben und Ausfertigungen. Die kleine feine Tasche für den Herrn darf ebenfalls nicht fehlen und natürlich Akten- und Laptop-Taschen für den Beruf. Auch ein Sportler kommt ohne Tasche nicht aus. Schuhe, Trikot, Schienbeinschützer und allerlei persönliche Dinge finden sich in jeder Fußballtasche, die gar nicht geräumig genug sein kann.

Beuteltäschchen der Antike

Was heute ganz selbstverständlich zur alltäglichen Grundausstattung gehört, hat eine lange interessante Geschichte. Wer die Tasche erfunden hat, ist nicht bekannt. Doch schon im antiken Rom wurden Wertgegenstände in kleinen Taschen aus Leder verstaut und mit einer Schnur wie eine Gürteltasche getragen. Sie bestanden meist aus einem kreisförmigen Stück Stoff oder Leder, das mit einer Kordel am Rand wie ein kleines Säckchen zugezogen werden konnte. Diese Beutel dienten zur Aufbewahrung von Münzen, die man selbst in der Antike schon jederzeit griffbereit dabeihaben musste. Sie waren ausschließlich der Männerwelt vorbehalten. Schwere Gegenstände wurden mit dem Vorläufer des Rucksacks transportiert. Dabei handelte es sich um einen Ledersack, der an einem Holzgestell befestigt war und mit Riemen über der Schulter getragen wurde. Insbesondere die Legionäre transportierten so ihre Ausrüstung und Verpflegung.

Die Handtasche war reine Männersache

Erst im Mittelalter entwickelte sich die Tasche zum Vorzeigeobjekt. Die einfachen Beuteltaschen aus Stoff und Leder wurden reich verziert und dienten damit nicht zuletzt als Statussymbol, aber immer noch nur für Männer. Zu der Zeit fingen indes auch die Frauen an, ihre Habseligkeiten in kleine Beuteltaschen zu verstauen. Später wurden Beuteltaschen direkt unter dem Rock eingenäht. Die Herren hatten schon bald mehr Auswahl. Im 16. Jahrhundert kam die Nierentasche auf den Markt, die in unterschiedlichsten Varianten zu haben war. Diese Nierentaschen aus Leder wurden weiter am Gürtel getragen und waren in allen Bevölkerungsschichten weit verbreitet. Ebenfalls im Spätmittelalter entstanden die auf vielen Gemälden abgebildeten Pilgertaschen, auch als Brottasche bekannt. Eine Pilgerreise war lang und man benötigte unterwegs allerlei Dinge, die transportiert werden mussten. Diese Taschen bestanden meist aus robustem Tuch mit Trageriemen, Tunnelzug und Kordel. Sie war die erste geräumige Tasche und wurde bald schon im Alltag ein nützlicher Begleiter, jetzt auch für Frauen.

Vom Brotbeutel zur Sporttasche

Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Zeit der Eisenbahnen und damit des Reisens. Aus dem Brotbeutel der Pilger wurde die Reisetasche mit Griff, um sie bequem bei sich tragen zu können. Erst Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich die Handtasche, wie man sie heute kennt, als modisches Accessoire für Frauen. Die erste Sporttasche wurde 1952 von Adidas produziert. Sie war stabil und geräumig und gut zu transportieren. Moderne Sporttaschen sind wasserdicht, atmungsaktiv und sehr leicht. Das kommt gerade den kleinen Fußballspielern zugute, die mit ihrer ersten Fußballausrüstung auch eine passende Sporttasche brauchen.

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