Problematik - Übertraining bei Kindern und Jugendlichen

Hast du darüber schon einmal nachgedacht?

Das Problem "Übertraining" gibt es auch bei Kindern- und Jugendlichen und dort ist es besonders gefährlich. Neben massiven Störungen beim Muskel- und Skelettaufbau kommt es noch häufig zu Essstörungen und psychischen Erkrankungen.

Hast du darüber schon einmal nachgedacht?

Was bedeutet "Übertraining"?

Quelle: Wikipedia

Unter Übertraining versteht man in der Sportmedizin eine chronische Überlastungsreaktion, die meist durch kontinuierlich zu hohe Trainingsintensitäten, zu hohes Trainingsvolumen und/oder unzureichende Regenerationszeiten zwischen den Trainingseinheiten ausgelöst wird.

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Hast du darüber schon einmal nachgedacht?

Denn das Problem Übertraining gibt es auch bei Kindern- und Jugendlichen und dort ist es besonders gefährlich. Wir widmen uns heute diesem problematischen Thema, denn übertrainierte Kinder und Jugendliche sind leider immer noch keine Seltenheit.

Viele Trainer, aber auch Eltern, denken sie müssen mit ihrem Training immer das Maximum aus den Kindern und Jugendlichen herausholen. Die Kinder werden massiv unter Druck gesetzt, Leistung wird gefordert. Oft passiert aber genau das Gegenteil, die Leistung wird nicht gesteigert, woran liegt das?

Wachstumsstörungen

Kinder und Jugendliche leiden meistens unter dem psychischen Druck der Erwachsenen und woran kaum einer denkt, zu häufiges und hartes Training können einen negativen Einfluss auf die körperliche Entwicklung haben.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Kinder die im Alter von 10-14 Jahren zu viel trainieren, meistens klein bleiben, da der Körper keine Energie mehr in das Wachstum investieren kann. Diese Wachstumsstörungen lassen sich nicht mehr ausgleichen.

Muskel- und Skelettaufbau werden massiv gestört

Auch der Muskel- und Skelettaufbau kann massiv gestört werden, was in der späteren Sportlerlaufbahn zu einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit führt. Kinder und Jugendliche die übertrainiert werden sind praktisch unterernährt. Muskel bilden sich nicht richtig aus und die Kinder wirken oft eher mager und ausgezehrt.

Gerade beim Fußball bis zur D-Jugend (11-13 Jahre) sollten harte Trainingseinheiten und zu häufiges, oder zu langes Training, vermieden werden. Kinder sind auf längere Ruhephasen angewiesen, damit der Körper sich gut erholen kann.

Achte auf die Signale

Wir sind natürlich alle individuell und jeder Körper reagiert anders, aber gerade im Jugendfußballbereich sollte man auf die Signale der Kinder achten und eher daran interessiert sein die technischen und taktischen Fähigkeiten zu verbessern. Nutzt das "Goldene Lernalter" nicht um die Kinder auszupowern. Die körperliche Entwicklung ist für ein späteres "schönes Leben" sehr wichtig und das besteht dann oft nicht mehr aus Sport.

Gerade bei Kinder- und Jugendmannschaften ist das immer eine Gratwanderung zwischen Gut und Böse. Wir wollen Erfolge, sollten diese aber anders definieren. Den Erfolg kann man nicht am Tabellenstand ablesen und deshalb ist die Sorge um eine gesunde Entwicklung unserer Kinder wichtiger, als jede Meisterschaft. 

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