Trainingsübung Kognitive Zweikämpfe

Variante

Medien

Kognitives Zweikampftraining im Fußball

Beschreibung

Übungsablauf

Statt Minitore nutze Stangen und statt Dummy ein Hütchen, eine Stange etc. Nutze den PDF-Download am Ende der Beschreibung.

Das kognitive Training gewinnt im Fußball immer mehr an Bedeutung. Kognitives Training bedeutet Kreativität und entsprechende Inhalte können zu jedem Lernziel angeboten werden. Weitere Informationen und eine ausführliche Trainingsübung zum Thema „Dribbling“ und „Ballgefühl“ findest du hier: Kognitives Techniktraining - Mit Beispielübung - Was ist kognitives Techniktraining?

Kognitives Training - Von Rechenaufgaben bis zum Hauptstadt-Spiel

In dieser Übung ist der Zeitrahmen für kognitive Inhalte bewusst begrenzt, schnelle Reaktion ist gefragt. Die gestellte Rechenaufgabe ist einfach, niemand benötigt einen Rechenschieber. Die Varianten sind ebenfalls keine große Denksportaufgabe.

In anderen Übungen oder wenn du das Übungsfeld erweiterst, könnte es auch komplizierter werden. Rufe eine Hauptstadt und der Spieler antwortet mit dem dazugehörigen Land, oder rufe den Namen eines Profispielers und als Antwort erhältst du den Namen der Vereinszugehörigkeit. So lassen sich einfache kognitive Inhalte an jede Altersklasse anpassen. Die Spieler haben dabei viel Spaß, nur der Trainer muss immer ausreichend Fragen im Kopf haben und das sollte gut vorbereitet sein.

Aufbau:

  • Wir benötigen zwei Minitore, einen Dummy oder entsprechende Alternativen dazu.
  • Zusätzlich kommen 8 Bodenmarkierungen hinzu. In der Grafik nutzen wir 2x2 gleichfarbige (gelbe und grüne), zwei Startmarkierungen (rot) und zwei unterschiedlich Markierungen zur Kennzeichnung der Tore (weiß und orange).
  • An der unteren Startmarkierung, in einem Abstand von bis zu 10 Metern befinden sich Spieler mit Bällen.
  • Am Dummy und an der Startmarkierung zwischen den Toren postieren wir jeweils einen Spieler ohne Ball. An der Markierung zwischen den Toren sind weitere Spieler sinnvoll.

Ablauf:

  1. Der Trainer ruft eine Farbe, in der Grafik „Grün!“.
  2. Der Spieler am Dummy bietet sich entsprechend an der ersten grünen Markierung an und erhält dort das Zuspiel vom Startspieler. Er lässt den Ball klatschen, oder nimmt ihn an und passt zurück (Two-Touch). Anschließend läuft er hinter dem Dummy in Richtung nächster grünen Markierung.
  3. Zwischendurch (nicht zu spät) ruft der Trainer eine Rechenaufgabe, in der Grafik „2+3“. Ein Spieler (oder beide) antwortet laut mit dem richtigen Rechenergebnis.
  4. Ist der Spieler ohne Ball an der grünen Markierung angekommen, erhält er vom unteren Startspieler, einen genauen Pass aus dem Dribbling, dreht auf und …
  5. … jetzt kommt vom Trainer das Kommando, auf welches Tor er abschließen soll, in der Grafik „Weiß!“.
  6. Der Spieler zwischen den Toren startet als Verteidiger und es geht ins 1 gegen 1. Innerhalb von 45 Sekunden sollte der Angriff beendet sein. Nach der Aktion schließt sich jeder Spieler der nächsten Position an.

Variationen

  • Der Startspieler unterstütz den Angreifer schnellstens, es geht ins 2 gegen 1.
  • Farbenlüge: Der Trainer ruft „Grün!“, meint aber „Gelb!“.
  • Die Markierungen erhalten Vereinsnamen (Spielernamen, etc.), entsprechend ändern sich die Kommandos.

Tipps

  • Passen in den richtigen Fuß!
  • Immer wieder loben!
  • Im Zweikampf Finten fordern!

Organisation

Kategorie: Aufbautraining, Kindertraining, Jugendtraining, Senioren
Minimum Gruppengröße: 4
Maximum Gruppengröße: 8, besser weitere Übungsfelder aufbauen.
Material: Zwei Bälle, 8 Bodenmarkierungen (auf Farben achten, siehe Grafik) , 2 Tore.
Feldgröße: Variabel, je nach Altersklasse und Trainerintension.

Altersgruppe

  • F-Junioren (U8/U9)
  • E-Junioren (U10/U11)
  • D-Junioren (U12/U13)
  • C-Junioren (U14/U15)
  • B-Junioren (U16/U17)
  • A-Junioren (U18/U19)
  • Senioren

PDF

Grundtechniken im Fußball kindgerecht trainieren

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Der Autor lehrt im Fachgebiet Fußballmanagement an der Hochschule für angewandtes Management. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Entwicklung von Nachwuchsleistungszentren sowie auf dem Gebiet der Trainerforschung. Zusätzlich arbeitete der DFB-A-Lizenz-Inhaber erfolgreich als Trainer und Führungskraft in zahlreichen Profifußballclubs (Austria Wien, Arminia Bielefeld, Alemannia Aachen, 1. FC Köln, SC Paderborn, Fortuna Köln).

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