Trainingsübung Über den Dritten
Medien
Beschreibung
Übungsablauf
Diese Endlos-Passform ist ein gutes Beispiel dafür, wie übersichtlich Animationen den Ablauf darstellen. Würden wir in den Grafiken die Abläufe beider Teams mit Pfeilen einzeichnen, wären diese völlig unübersichtlich, deshalb wurden in den Grafiken nur die Abläufe von Team Grün beschrieben. Verfolge in der Animation erst die Lauf- und Passwege von Team Grün und dann von Blau. Du wirst schnell erkennen, wie einfach die Grundorganisation ist.
Ablauf A ist nicht wirklich neu und dient zum Einstieg in die Passform. Richtig interessant und deutlich schwerer wird es dann im Ablauf B. Es kommt zum Passspiel über den „Dritten“ und weil gleich zwei Teams gleichzeitig unterwegs sind, bleiben Störungen nicht aus. Als Variante unbedingt den Wettkampf anbieten, die Teams sollen wettkampf- und somit erfolgsorientiert trainieren.
Doppelpassspiel und Spiel über den Dritten
Das Spiel über den Dritten haben nicht alle Spieler verinnerlicht, diese Endlos-Passform sorgt für das nötige Verständnis. Zunächst starten wir mit einfachem Doppelpassspiel, bei dem die Markierungen überspielt werden. Hierzu dienen die verschiedenen Farben, denn es werden nicht alle Markierungen von einem Team überspielt und so erfolgt an den anderen kein Doppelpassspiel. Team Grün nutzt die grünen und Team Blau die blauen Markierungen fürs Doppelpassspiel.
Aufbau:
- 4 Bodenmarkierung und 2 Bälle werden benötigt, Ersatzbälle liegen bereit.
- Markiere ein Quadrat mit den Mindestmaßen von 10 x 10 Metern, andere Abmessungen sind möglich.
- Teile zwei Teams ein, die Startpositionen sind mindestens doppelt besetzt.
Ablauf A:
- Wegen der besseren Übersichtlichkeit in der Grafik, haben wir nur den Ablauf von Team Grün beschrieben. Team Blau agiert entsprechend.
- Team Grün startet oben rechts gegen den Uhrzeigersinn. Team Blau startet unten rechts im Uhrzeigersinn.
- Team Grün überspielt immer die grünen und Team Blau die blauen Markierungen.
- Der Startspieler dribbelt an und passt zum Mitspieler an der nächsten Ecke, der dem Ball entgegenkommt.
- Der Passempfänger passt auf den Startspieler und zieht um die Markierung zurück.
- Der Startspieler passt in den Lauf des Mitspielers, der an die nächste Ecke im Quadrat weiterleitet.
- Der Passempfänger zieht den Ball um die Markierung und passt zum nächsten Mitspieler. Dieser passt wieder zurück, zieht um die Markierung und es geht immer weiter wie unter 3. und 4. So geht es endlos ums Quadrat herum.
- Die Spieler folgen immer ihrem Pass zur nächsten Ecke.
Ablauf B:
- Für Ablauf B wird von jedem Team ein Spieler im Zentrum postiert.
- Wie Ablauf A.
- Wie Ablauf A.
- Der Passempfänger passt auf den Mitspieler im Zentrum.
- Dieser passt exakt in den Lauf des gestarteten Mitspielers, der zur nächsten Ecke passt. Hier geht es weiter wie unter 1. Und 2. Der Spieler im Zentrum bietet sich ständig in Markierungsnähe an.
- Die Spieler folgen immer ihrem Pass zur nächsten Ecke und die Spieler im Zentrum werden nach einigen Durchgängen ausgetauscht.
Variationen
- Team Grün startet unten rechts und Team Blau oben rechts.
- Wettkampf: Welches Team absolviert zuerst 15 runden fehlerfrei.
Tipps
- Fordere möglichst wenige Ballkontakte.
- Startpositionen wechseln und so Beidfüßigkeit fördern.
Organisation
Kategorie: Grundlagentraining, (Kindertraining), Jugendtraining, Senioren
Minimum Gruppengröße: 12
Maximum Gruppengröße: 18
Material: 4 Bodenmarkierung und 2 Bälle.
Feldgröße: Mindestmaß 10 x 10 Meter.
Altersgruppe
- D-Junioren (U12/U13)
- C-Junioren (U14/U15)
- B-Junioren (U16/U17)
- A-Junioren (U18/U19)
- Senioren
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Doch was, wenn sich alles gegen einen verschworen zu haben scheint, Mitspieler aufgeben und nur noch wenige Minuten zu spielen sind, um mit einer Situation das ganze Spiel zu verändern? Dann zeigt sich die wahre Stärke, der Unterschied, gerne auch Mentalität genannt. Angeblich ist alles eine Sache der Einstellung - doch kann man diese sowohl im Kinder- und Jugendfußball als auch im Erwachsenenbereich auch trainieren?
Immer wieder sieht man bei Leichtathleten oder Skifahrern wie sie deutlich sichtbar die Bewegungsabläufe oder den Streckenverlauf vor dem Start durchgehen. Sie bereiten sich mental vor und können damit ihre Leistung verbessern. Doch wie sieht das bei einer vielschichtigen Mannschaftssportart wie Fußball aus.
Klaus Eberspächer zeigt in seinem Buch eindrucksvoll, dass mentales Training auch dort erfolgreich dazu beitragen kann, die Leistung und das Ergebnis zu verbessern. Er zeigt, welche Bewusstseinsprozesse für den einzelnen Spieler und die Mannschaft wichtig sind und wie sie trainiert werden können. Ein weiterer wichtiger Baustein für den Trainer zur Leistungsoptimierung.
Mentalität spielt im Fußball eine große Rolle – egal in welcher Alters- und Leistungsklasse. „Mentalitätsspieler“ können fußballerische Qualitäten vor allem dann konstant abrufen, wenn es im Spiel auch wirklich darauf ankommt. Und sie können Mitspieler positiv beeinflussen und mitreißen. „Mentale Stärke“ ist keineswegs eine Persönlichkeitseigenschaft, die ein Spieler hat oder eben nicht hat.
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