Trainingsübung Passkäfig
Medien
Beschreibung
Übungsablauf
In der Animation läuft die 4. (V4) und 8. (V8) Variante ab. In einer Grafik wurden Minitore, in der anderen Stangentore aufgestellt.
Dieses Spiel lebt vom Präzisionsdruck und der sofortigen Erfolgsprüfung des druckvollen Passspiels. Längst nicht vollständig ist die Darstellung, die Vielzahl der Varianten sorgt für immer neue Herausforderungen. Du solltest deshalb unbedingt die Varianten lesen, der erste Eindruck vermittelt oft nicht die tatsächliche Intensität der Inhalte.
Der Spieler im Passkäfig wird „gefüttert“ und soll ständig präzise abschließen. Ob mit dem „schlechten“ Fuß, auf Signal, mit Kontaktbegrenzung, ins nächste oder übernächste Tor oder durch variantenreiche Anspiele, er steht mächtig unter Druck. Mit möglichst wenig Fehlpässen und zusätzlich gegen die Uhr, gewinnt er den Wettkampf.
Dies alles erinnert an die unbezahlbaren „Testkäfige“ von Profivereinen. Hier werden Spieler mit optischen und akustischen Signalen gesteuert, reagieren entsprechend und auch das Passspiel wird unter diesem Druck gefordert. Ganz reichen wir da nicht ran, aber dafür ist es kostenlos.
Fußballspezifisches Koordinationstraining unter Zeit- und Präzisionsdruck
Fußballspezifisches Koordinationstraining wird hier mit abwechslungsreichen Bewegungsformen umgesetzt. Die Anforderungen an die Technik sind flexibel und insbesondere die Beidfüßigkeit lässt sich im Passkäfig gut trainieren. Aktive Erholungsphasen ergeben sich automatisch, die Aufenthaltszeit im Passkäfig ist auf eine bestimmte Anzahl von Pässen beschränkt oder zeitlich limitiert.
In diesem Koordinationstraining orientiert sich der Erfolg an den Fähigkeiten der Spieler, trotz Zeit- und Präzisionsdruck, technische Inhalte präzise umzusetzen.
Die Anzahl der Akteure ist limitiert und deshalb empfehlen sich mehrere Spielfelder. Dieses Spiel lässt sich auch bei großen Gruppen ins Training einbauen, zum Beispiel als zusätzliche Aufgabe, wenn andere Trainingsinhalte mit Spielern „gefüllt“ sind.
Aufbau:
- Wir markieren ein quadratisches Spielfeld. Die Maße entsprechen dem Leistungsvermögen.
- Die Tore werden mit 4 verschiedenfarbigen Markierungen gekennzeichnet. Stangen-/Hütchentore unterscheiden sich farblich.
- An jeder Spielfeldseite wird ein Minitor (Stangen-, Hütchentor) aufgebaut.
- An jeder Spielfeldseite befindet sich ein Spieler mit mehreren Bällen.
- Im Spielzentrum wird der Tor-Passspieler postiert.
Ablauf:
- Der Tor-Passspieler erhält Zuspiele von den Passgebern, verarbeitet diese und schließt nach Vorgabe mit einem druckvollen Pass auf ein Tor ab.
- Die Vorgaben ergeben sich aus den gewählten Varianten unten.
Variationen
- Die Ausgangsposition ist das Tor, auf dessen Seitenlinie sich der jeweilige Passgeber befindet.
- Der Tor-Passspieler passt das Zuspiel frontal ins Tor der gleichen Seite.
- Der Tor-Passspieler passt das Zuspiel ins nächste Tor im Uhrzeigersinn.
- Der Tor-Passspieler passt das Zuspiel ins nächste Tor gegen den Uhrzeigersinn.
- Der Tor-Passspieler passt das Zuspiel ins übernächste Tor im Uhrzeigersinn.
- Der Tor-Passspieler passt das Zuspiel ins übernächste Tor gegen den Uhrzeigersinn.
- Der Tor-Passspieler erhält das Zuspiel vom Spieler, auf dessen Seite er den Torabschluss absolvierte.
- Der Tor-Passspieler dreht sich nach dem Passtorschuss zum Ballempfang um 180 Grad.
- Der Passgeber gibt durch Farbsignal ein Tor für den Tor-Passspieler vor.
- Kombination der obigen Abläufe nach deiner Fantasie.
- Torabschluss mit dem schwachen Fuß.
- Verschiedene Passtechniken.
- Halbhohe Zuwürfe.
- Begrenzung der Ballkontakte.
- Wettkampf: Welcher Spieler erzielt nach 10 Pässen oder nach 40 Sekunden die meisten Tore?
Tipps
- Den Druck durch einen Wettkampf unbedingt erhöhen.
- Natürlich auf Beidfüßigkeit achten.
Organisation
Kategorie: Grundlagentraining, (Kindertraining), Jugendtraining, Senioren
Minimum Gruppengröße: 5 pro Feld
Maximum Gruppengröße: 5 pro Feld
Material: 4 Minitore (Stangen/Hütchen), 4 verschiedenfarbige Bodenmarkierungen und viele Bälle.
Feldgröße: Nach Trainerintension.
Altersgruppe
- E-Junioren (U10/U11)
- D-Junioren (U12/U13)
- C-Junioren (U14/U15)
- B-Junioren (U16/U17)
- A-Junioren (U18/U19)
- Senioren
Es ist grundsätzlich wichtig bei der Ausbildung von Fußballern ein Konzept zu haben und nicht kopflos zu agieren. Im Jugendalter bekommt das aber noch eine ganz andere Bedeutung, weil die Teens sich körperlich und persönlich in einer ganz schwierigen Entwicklungsphase befinden.
Auf all diese Probleme geht dieses Buch ein und gibt den Fußballtrainern viele wertvolle Tipps und Ratschläge, um Lösungskonzepte zu erarbeiten. In den ausführlichen Praxisteilen werden nach C- und D- Jugend getrennt zahlreiche Übungsformen vorgestellt, die angepasst an das jeweilige Anforderungsprofil eine ausgeklügelte systematische Trainingsplanung und Durchführung ermöglichen.
Dieses Buch ist ein Plädoyer für Fußballtraining auf kreisförmigen Spielfeldern. Der Autor begründet zunächst, warum diese Trainingsart Vorteile gegenüber anderen traditionellen Trainingsformen hat, insbesondere, wenn es um die Verbesserung der Spielkompetenz geht.
Im Praxisteil werden dann einhundert ganzheitliche und spielnahe Übungsformen vorgestellt, die den Spieler in allen notwendigen Fertigkeiten ausbilden. Dazu gehören natürlich körperliche, technische, taktische und kognitive Fähigkeiten und Spielintelligenz, aber auch Geschicklichkeit, Gewandtheit und Koordination. Hier erhalten ambitionierte Trainer eine komplexe Anleitung für die Verbesserung der Spielkompetenz ihrer Spieler mit den entsprechenden methodischen und didaktischen Anleitungen zur Umsetzung.
Obwohl die meisten Trainer und Spieler wissen, dass ein gezieltes Warm-Up wichtig ist zur Verletzungsprophylaxe, ist dieser Trainingsaspekt auf vielen Fußballplätzen noch ein Stiefkind. Dabei kann gezieltes funktionelles Aufwärmtraining nicht nur vor Verletzungen schützen, sondern auch die Leistung optimieren, gerade im Amateurbereich.
Simone Schubert erklärt diese Zusammenhänge und auch die Verknüpfung mit dem eigentlichen Thema des Trainings, ausführlich im Theorieteil dieses Ebooks und geht auch auf die genaue Bedeutung von funktionellem Aufwärmen ein. Im Praxisteil wird diese Systematik fortgesetzt und mit tollen Fotos und Erklärungen zu den einzelnen Übungen sehr anschaulich dargestellt.
Akustische, visuelle und kinästhetische Eindrücke und dazu noch der Ball und der Gegner, all das muss ein Fußballspieler in Sekundenbruchteilen verarbeiten und in Handlung umsetzen. Dabei spielt die Koordination eine entscheidende Rolle.
Nur wer gute koordinative Fähigkeiten vorweist, kann in diesen komplexen Situationen im modernen Fußball optimal und erfolgreich agieren. Die Autoren vermitteln in diesem Buch neben den theoretischen Grundlagen viele verschiedene Übungsformen zur Verbesserung der Koordination, natürlich immer mit dem Ball. Im zweiten Teil werden Trainingsmöglichkeiten präsentiert, bei denen das vorher gelernte in konkreten Spielsituationen praxisgerecht umgesetzt wird.




