Trainingsübung Budenzauber
Medien
Beschreibung
Übungsablauf
Wer glaubt, diese Übung eignet sich nur für die Kleinsten, irrt. Gesehen wurde der Ablauf 2 als Motivationsübung bei Bundesligaprofis. Der Grundsatz „Kindertraining darf kein reduziertes Erwachsenentraining sein!“, trifft bei solchen Übungen nicht zu. Natürlich ist diese Trainingsübung immer wieder ein Highlight im Kindertraining, denn je älter die Spieler sind, desto weniger bieten sich Wiederholungen an.
Konzentration und Dribbling mit Störfaktoren
Insbesondere in den Varianten, spricht die Übung kognitive Fähigkeiten an, zum Beispiel die Konzentration. Wikipedia: „Konzentration ist die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels oder das Lösen einer gestellten Aufgabe.“ In den Abläufen werden Farbsymbole bewusst mit anderen Symbolen vertauscht, wodurch wir zusätzliche Störfaktoren bei der Konzentration schaffen.
Training fällt aus, wir veranstalten einen Budenzauber. So mag es fürs Team wirken, denn die Abläufe sind für die Spieler Spaß und kein Training. Als Trainer sieht man das schon anders. Im Hinterkopf haben wir auf der einen Seite die schon beschriebene Konzentrationsförderung und auf der anderen Seite und hier wohl eher bei Kindern, das beidfüßige Dribbling.
Die richtige Strategie
Die Teams in Ablauf 2 werden irgendwann beginnen, eine erfolgreiche Strategie zu entwickeln. Gebe ihnen die Zeit, eventuell in Pausen. Diskutiert anschließend gemeinsam über Strategien. Wie so oft, gehört gute Kommunikation zum erfolgreichen Fußball dazu.
Ganz schön viel auf einmal und bei den ganz kleinen Stars können die Abläufe auch ohne Bälle durchgeführt werden. Schätze dein Team richtig ein, auch bei der Übungsfeldgröße.
Den dazugehörigen PDF-Download mit allen Varianten, findest du am Ende der Übungsbeschreibung.
Organisation:
- In die Ecken des Übungsfeldes legen wir Reifen oder markieren kleine Rechtecke mit Hütchen. Diese Ecken sind in Ablauf 2 die „Buden“.
- Im Übungsfeld werden wahllos Bodenmarkierungen ausgelegt. Vier verschiedene Farben sollten es schon sein und möglichst viele. Falls du nicht über genügend Markierungen verfügst, können diese durch gleichfarbige Hütchen o.ä. ergänzt werden. Das Übungsfeld ist unser „Haus“.
- Jeder Spieler verfügt über einen Ball.
- Nur Ablauf 2: Bilde vier Teams. Jeder Mannschaft wird eine Ecke (Bude) fest zugeordnet (A, B, C, D).
Ablauf 1 - Das Dribbelchaos:
- Die Spieler dribbeln frei im Übungsfeld. Bei Begegnung mit einem Mitspieler, wird freundlich „Guten Tag“ gesagt.
Ablauf 2 - Aufräumen:
- Es werden vier Teams gebildet, 2 bis 3 Spieler pro Team sind ausreichend. Jedem Team wird eine Bude fest zugeordnet (A, B, C, D).
- Die Spieler dribbeln frei im Übungsfeld.
- Das Spiel wird durch eine vorgegebene Zeit begrenzt. Es dürfen in den folgenden Abläufen Markierungen aus anderen Zimmern gestohlen werden (A), oder aus dem eigenen in andere Zimmer transportiert werden (B).
(A) Ruft der Trainer „Rot“ sammeln die Spieler so viele rote Markierungen ein wie möglich. Immer, wenn eine Markierung aufgesammelt wird, wird diese in die eigene „Bude“ gebracht, erst dann darf die nächste Markierung geholt werden. Der Trainer ruft nacheinander alle Farben auf. Welches Team hat am Ende des gesamten Durchgangs die meisten Markierungen in seiner Bude?
(A) Danach geht es weiter, alle Markierungen liegen jetzt in den Buden. Der Trainer ruft nacheinander wieder alle Farben auf. Jetzt gilt es, die richtigen Markierungen aus den anderen Buden zu holen und in die eigene Bude zu transportieren. Welches Team hat am Ende des gesamten Durchgangs die meisten Markierungen in seiner Bude?
(B) Wir machen weiter, drehen den Spieß aber jetzt um: Wer die wenigsten Markierungen in seiner Bude hat, gewinnt das Spiel. Die Markierungen müssen jetzt in den anderen Buden abgelegt werden.
Variationen
Ablauf 1:
- Ruft der Trainer „Rot“, wird die nächste rote Markierung umdribbelt. So läuft es dann auch mit den anderen Farben.
- Der Trainer ruft wieder eine Farbe. Diesmal wird an der nächsten passenden Markierung der Ball mit dem anderen Fuß weitergedribbelt.
- Der Trainer ruft wieder eine Farbe. Diesmal wird an der nächsten passenden Markierung eine Körpertäuschung (Trick, Wende) ausgeführt.
Ablauf 1 und 2:
- Die Trainerlüge - Der Trainer ruft „Rot“, meint aber „Gelb“, usw. Solltest du fünf verschiedene Farben ausgelegt haben, wird bei einer Farbe nicht gelogen.
- Ordne den Farben eine andere Bedeutung zu. Zum Beispiel ist Gelb „Sonne“, Blau „Wasser“, Rot „Erdbeere“ usw., oder Gelb „BVB“, Blau „Schalke“ usw.
- Um das Ganze noch komplizierter zu machen, vergebe zwei Bedeutungen pro Farbe. Zum Beispiel kann „Rot“ = „Liebe“ oder „Tomate“ sein.
Tipps
- Achte auf Beidfüßigkeit.
Organisation
Kategorie: Aufbautraining, Kindertraining, Jugendtraining, Senioren
Minimum Gruppengröße: 8
Maximum Gruppengröße: Nach Feldgröße und Anzahl der Bodenmarkierungen.
Material: Für jeden Spieler einen Ball, viele verschiedenfarbige Bodenmarkierungen, Reifen oder Hütchen für die Ecken.
Feldgröße: Nach Leistungsvermögen.
Altersgruppe
- G-Junioren (Bambini/U7)
- F-Junioren (U8/U9)
- E-Junioren (U10/U11)
- D-Junioren (U12/U13)
- C-Junioren (U14/U15)
- B-Junioren (U16/U17)
- A-Junioren (U18/U19)
- Senioren
Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Von Eltern für Eltern geschrieben setzt es sich mit den Konflikten auseinander, die entstehen, wenn ein Kind den Wunsch äußert, Fußballprofi zu werden.
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Der Autor Norbert Vieth: Positionsspezialisierung? Nein, danke! Er agiert lieber als fußballerischer Allrounder. So trainierte er alles: von der A-Junioren-Bundesliga bis zu Bambini-Teams seiner Kinder.
Der moderne Fußball ist schnell, komplex und variantenreich. Deshalb sind in letzten Jahren, neben der körperlichen Fitness und den technischen und taktischen Fertigkeiten, die kognitiven Fähigkeiten immer mehr in den Fokus eines erfolgsorientierten Fußballtrainings gerückt.
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Bei Ballbesitzwechseln im Angriff oder in der Abwehr ist der Gegner für kurze Zeit unorganisiert und genau diesen Moment gilt es durch schnelles Umschalten zu nutzen.
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