Parcours - Koordination, Dribbling und Zielpassen

Mit Koordinations- und Technikübung

Gleich vorweg der Hinweis: Solltest du abwechslungsreiche Bewegungen in der Koordinationsleiter suchen, hier „Trainingsübung Koordinationsleiter“ findest du rund 30 Varianten, mit Animationen und PDFs.

Koordinations- und Technikübung

Koordinationstraining ist oft langweilig und wird von den Spielern meist auch als unwichtig angesehen, denn der Bezug zum Spiel wird nicht klar. Wenn du deine Koordinationsübungen mit Technikübungen verbindest, wird dieses Training intensiviert und macht auch mehr Spaß. Koordinations- und Technikübungen lassen sich gut miteinander verbinden. So hast du die Möglichkeit beides gleichzeitig zu

trainieren und verlierst wenig Zeit für das einzelne Training, außerdem kann man das Koordinationstraining so stark motivierend gestalten. Gerade im Jugendalter sind Koordination, Technik und das Spielen die wichtigsten Elemente des Trainings. Mit unserem Koordinationsparcours kann bereits beim Warm Up gestartet werden.

Meine persönlichen Lieblingsübungen im Jugendbereich sind Komplettübungen. Diese Übungen beinhalten viele/alle unterschiedlichen technischen Aspekte und falls gewünscht, auch koordinative Elemente. Also, komplett alles in einer Übung! Komplettübungen können ständig weiterentwickelt, umgebaut oder mit neuen Tricks, Ballannahmen, Koordinationsübungen versehen werden.

Trainingshilfsmittel für Fußballtrainer

Koordinations-Parcours mit technischen Elementen

Alternative Hilfsmittel

Der Koordinations-Parcours ist aufwendig aufzubauen, du solltest dazu genügend Zeit zur Verfügung haben. Sollten dir Hilfsmittel fehlen, setze fantasievoll andere Hilfsmittel ein. So können zum Beispiel statt Reifen, Bodenmarkierungen Zielmarken für Sprünge darstellen. Statt Hürden setze Hütchen ein, die übersprungen werden können und statt einer Koordinationsleiter, nutze Linien oder weitere Markierungen.

Verschiedene Lauf- und Sprungelemente

In den Ablauf wurden einige koordinative und technische Elemente eingebaut. So sind verschiedene Lauf- und Sprungaufgaben möglich und das Dribbling wird ergänzt durch Ballkontrolle und gezieltes Passspiel. Am Ende wird dann noch ein Zielpass ins Tor gefordert, damit geben wir der Motivation zusätzlichen Schwung.

Koordinations-Parcours als PDF

Organisation:

  • Für den abgebildeten Koordinations-Parcours benötigst du: 12 Hütchen, 1 Minitor (Stangentor, Hütchentor), eine Koordinationsleiter, 4 Minihürden, 6 Reifen und viele Bälle.
  • Aufbauten mit anderen Hilfsmitteln sind natürlich möglich.
  • Die Abstände sollten dem Leistungsvermögen entsprechen, maximale Feldgröße 30 x 20 Meter.

Startstationen:

  1. Hier werden mindestens 3 Spieler mit Bällen postiert, weitere Bälle liegen für eventuelle Ballverluste bereit.
  2. Hier werden mindestens 2 Spieler mit Bällen postiert, weitere Bälle liegen für eventuelle Ballverluste bereit.
  3. Hier werden mindestens 2 Spieler mit Bällen postiert, weitere Bälle liegen für eventuelle Ballverluste bereit.
  4. Hier werden mindestens 2 Spieler ohne Bälle postiert.

Ablauf:

  1. Der Spieler von Position A startet in den Slalom. Hat er die Hütchen durchdribbelt, passt er auf den Spieler auf Position D.
  2. Nach dem Pass durchquert er die Koordinationsleiter nach Vorgabe.
  3. Anschließend erhält er vom Spieler von der Position B ein Zuspiel.
  4. Der Ball wird kontrolliert, es geht ins Slalomdribbling mit anschließendem Pass auf den nächsten Spieler an Position B.
  5. Der Passspieler von Position B dreht ab und überspringt die Hürden.
  6. Er durchläuft/durchspringt die Reifen. In der Grafik dreimal vorwärts, dann nach rechts, in die Mitte zurück, nach links, in die Mitte zurück und weiter vorwärts.
  7. Sind die Reifen absolviert, erhält der Spieler ein Zuspiel vom Mitspieler auf Position C. Es wird sofort mit einem Zielpass ins Minitor abgeschlossen.
  8. Der Schütze holt seinen Ball und übernimmt die Position C. Der Passgeber von Position C übernimmt ohne Ball die Position D.
  9. Der Spieler von Position D dribbelt nach Ballkontrolle in die Startgruppe A.

Varianten:

  • Unterschiedliche Technikaufgaben: Von Station C einen hoch/halbhoch zugeworfenen Ball stoppen und ins Minitor passen.
  • Unterschiedliche Aufgaben in der Koordinationsleiter.
  • Unterschiedliche Aufgaben bei den Minihürden (Beispiel: Einbeinsprünge vorwärts, ein oder zwei Kontakte vorwärts).
  • Unterschiedliche Aufgaben in den Reifen (Beispiel: 2 Kontakte vorwärts, 3 Kontakte in den seitlichen Reifen).

Trainertipps:

  • Korrekte Ausführung der Technik und Koordination (Beispiel: Schnelle Ballannahme und flaches präzises Passen).
  • Im Übungsablauf Temposteigerung fordern.

Uwe Bluhm

1992 wurde die Rückpassregel eingeführt, dies führte nicht nur zu dramatischen Spielsituationen vor dem Tor, die Regel veränderte das Torwartspiel komplett. Der Torwart darf gezielte Rückpässe mit dem Fuß, Knie oder Einwürfe nicht mehr in die Hände nehmen. Er muss also in der Lage sein, den Ball sicher zu verarbeiten und bestenfalls schnell die Spieleröffnung starten.

Neben einer kurzen theoretischen Einleitung findest du im Artikel eine Spielform, die vom Torwart die Spieleröffnung fordert. Ein zusätzliches PDF steht zum Download bereit.

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Diese Spielform lässt sich an verschiedene Spielfeld- und Gruppengrößen anpassen. Interessant wird es bei den Torerfolgen, denn hier kann die Zählweise variieren. Von einem Punkt bis zu drei Punkten, je nach Anspruch.

Nachdem die drei verschiedenen Abläufe durchgeführt wurden, entscheiden die Teams, wie sie eine Aktion erfolgreich abschließen. Dafür müssen die Spieler schnell umschalten, die Situation erkennen und dann mit geringer oder hoher Risikobereitschaft das Spiel gestalten. Für die Spielform wird ein PDF mitgeliefert.

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Am 01.07.2019 treten in Bayern neue Richtlinien zum Spielbetrieb im Kinderfußball in Kraft. Die Richtlinien verändern den Spielbetrieb bei den G-, F- und E-Junioren.

Die Reform ist für Vereine nicht bindet, sie haben die freie Wahl, ob sie beim 7 gegen 7 bleiben oder die neuen Spielformen ausprobieren. Es handelt sich um eine „Richtlinie für den Kinderfußball“. Im Artikel werden die Reforminhalte übersichtlich dargestellt. Spielordnung-Quelle: BFV

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