Tipps für E-Zigaretten Nutzer beim Besuch eines Fußballspiels im Ausland

Eine Auswärtsfahrt mit dem eigenen Verein zu einem Spiel im Ausland gehört für viele Fußballfans zu den Höhepunkten der Saison.

Die Reise in eine fremde Stadt, die Atmosphäre vor dem Stadion und das Spiel selbst erfordern jedoch eine gute Vorbereitung.

Das gilt besonders für Personen, die eine E-Zigarette nutzen. Die Gesetze und Richtlinien unterscheiden sich international deutlich von den gewohnten Abläufen in der Heimat. Wer unvorbereitet anreist, riskiert nicht nur den Verlust seiner Geräte bei Sicherheitskontrollen, sondern unter Umständen auch den Einlass ins Stadion. Ein respektvoller und informierter Umgang mit den lokalen Vorgaben schützt vor unangenehmen Überraschungen am Spieltag.

Die rechtliche Lage: Stadionregeln in Deutschland und im Ausland

Wer davon ausgeht, dass in deutschen Stadien eine einheitliche und lockere Regelung für Vapes gilt, irrt sich. Die Vorgaben der Vereine in der Bundesliga unterscheiden sich deutlich. Viele Clubs setzen die elektrische Zigarette der klassischen Tabakzigarette gleich. Das bedeutet, dass die Nutzung auf den Tribünen – unabhängig ob Steh- oder Sitzplatz – oft strikt untersagt ist oder auf speziell ausgewiesene Zonen abseits der Ränge beschränkt wird. Ein generelles Recht auf den Gebrauch am eigenen Platz existiert nicht. Die Annahme, unter freiem Himmel sei das Dampfen grundsätzlich erlaubt, führt daher bereits hierzulande oft zu Konflikten mit dem Ordnungspersonal.

Sobald die Reise zu einem Spiel im Ausland ansteht, wird die Vorbereitung noch wichtiger. Bevor man die Auswärtsfahrt im Detail plant und für den Trip vielleicht noch eine neue E-Zigarette kaufen möchte, ist das aufmerksame Lesen der ausländischen Stadionordnung ein zwingender Schritt. Die Hausordnung des jeweiligen Gastgebers ist das maßgebende Regelwerk und bindend für jeden Besucher. Das dortige Sicherheitspersonal setzt diese Vorgaben meistens konsequent um und macht bei Gästefans keine Ausnahmen. Wer die lokalen Regeln ignoriert, riskiert nicht nur eine Ermahnung, sondern oft den direkten Verweis aus dem Stadion. Ein gründlicher Vorab-Check der offiziellen Vereinsseite schützt davor, das Spiel bereits vor dem Anpfiff verlassen zu müssen.

Transport im Flugzeug: Vapes und E-Liquids auf der Anreise

Wenn die Auswärtsfahrt eine Flugreise erfordert, gelten die strikten Vorgaben der internationalen Flugsicherheitsbehörden. E-Zigaretten besitzen in der Regel fest verbaute oder wechselbare Lithium-Ionen-Akkus. Wegen der potenziellen Brandgefahr dürfen solche Akkus niemals im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Eine elektrische Zigarette gehört zwingend in das Handgepäck oder direkt an den Körper. Bei der Sicherheitskontrolle legt man das Gerät am besten unaufgefordert in die Schale, um unnötige Verzögerungen zu vermeiden.

Ebenso wichtig ist der korrekte Transport der E-Liquids. Diese fallen unter die allgemeinen Richtlinien für Flüssigkeiten im Handgepäck. Das bedeutet, dass Behältnisse maximal 100 Milliliter fassen dürfen und in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastikbeutel mit einem Maximalvolumen von einem Liter verstaut werden müssen. Es empfiehlt sich, die Flaschen fest zu verschließen, da der veränderte Luftdruck in der Kabine Auswirkungen auf die Behältnisse hat. Aus dem gleichen Grund sollte der Tank der Vape vor dem Abflug unbedingt geleert werden. Durch den Druckunterschied beim Steig- und Sinkflug kann das E-Liquid auslaufen und das restliche Gepäck beschädigen. Ein übersättigter Verdampferkopf funktioniert nach der Landung oft nicht mehr richtig und muss aufwendig gereinigt oder komplett ausgetauscht werden.

Länderspezifische Vorgaben: Worauf Fans in England und Südeuropa achten müssen

Um die Unterschiede zu verdeutlichen, lohnt sich ein Blick auf konkrete Beispiele. England gilt als Mutterland des Fußballs und ist ein sehr beliebtes Ziel für Auswärtsfahrer. In den Stadien der Premier League und auch in den unteren Ligen herrscht jedoch eine klare Null-Toleranz-Politik. Das Rauchen und das Dampfen sind auf dem gesamten Stadiongelände, einschließlich der Gänge, Vorplätze und Toiletten, untersagt. Die britischen Sicherheitskräfte setzen diese Regel konsequent um. Wer auf der Tribüne eine E-Zigarette nutzt, wird des Stadions verwiesen und verpasst das Spiel. Heimliche Versuche, den Dampf zu verbergen, fallen in den eng bestuhlten und gut überwachten Rängen sehr oft sofort auf.

In Ländern wie Spanien oder Italien ist die Situation je nach Region und Stadion unterschiedlich, tendiert aber ebenfalls zu strengen Verboten. Viele spanische Vereine haben den Konsum von Tabak und Vapes auf den Tribünen komplett untersagt, um ein rauchfreies Umfeld für alle Besucher zu schaffen. Die Ordner im Auswärtsblock setzen diese Vorgaben direkt um, oft ohne vorherige Verwarnung. Es ist daher ratsam, sich vorab auf den offiziellen Vereinsseiten des Gastgebers zu informieren und im Zweifel das Sicherheitspersonal vor Ort beim Einlass höflich nach den genauen Vorgaben zu fragen.

Vorbereitung und Rücksichtnahme am eigentlichen Spieltag

Ein Auswärtsspiel bedeutet meist einen langen Tag, an dem man viele Stunden in Bussen, Zügen oder in der Stadt unterwegs ist. Die Akkukapazität der E-Zigarette sollte entsprechend bedacht werden. Viele Fans nehmen eine Powerbank mit, um ihre Handys oder Vapes unterwegs aufzuladen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Etliche Stadien verbieten die Mitnahme von Powerbanks, da diese als potenzielle Wurfgeschosse eingestuft werden. Es besteht die Gefahr, dass die Powerbank bei der strengen Einlasskontrolle abgenommen wird oder man gezwungen ist, sie außerhalb des Stadions zu deponieren. Ein vorab vollgeladener Akku und eventuell ein kompakteres Ersatzgerät für die Reise sind die sicherere Wahl.

Neben den offiziellen Vorgaben spielt auch die gegenseitige Rücksichtnahme im oft dicht gedrängten Auswärtsblock eine zentrale Rolle. Die Fans stehen eng beieinander, und nicht jeder schätzt es, in dichte Dampfwolken gehüllt zu werden. Ein zurückhaltender Einsatz und der Verzicht auf das Produzieren großer Wolken zeugen von Respekt gegenüber den Mitreisenden. Zudem sollte man Ersatzteile wie einen frischen Coil und große Flaschen mit E-Liquid am besten im Hotelzimmer oder im Reisebus lassen, sofern man sie während der 90 Minuten nicht zwingend benötigt. Je weniger Gegenstände man bei den Kontrollen am Gästeeingang vorzeigen muss, desto reibungsloser verläuft der Einlass in den Block.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zählt eine Einweg-Vape bei der Flughafenkontrolle zu den Liquids oder zur Elektronik? Eine Einweg E-Zigarette enthält sowohl einen fest verbauten Akku als auch ein E-Liquid. Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen wird sie in erster Linie als elektronisches Gerät mit integriertem Akku behandelt und muss deshalb zwingend im Handgepäck transportiert werden. Es ist ratsam, sie bei der Gepäckprüfung zusammen mit Laptops oder Smartphones separat in die Wanne zu legen, damit das Personal sie sofort erkennt. Das enthaltene Liquid fällt aufgrund der geringen Menge meist nicht zusätzlich ins Gewicht, dennoch sollte das Gerät im transparenten Beutel transportiert werden.

Was passiert, wenn ich im Stadion trotz Verbot dampfe? Die Sanktionen richten sich nach der jeweiligen Hausordnung des Gastgebers und der Strenge des lokalen Sicherheitspersonals. In Ländern mit harten Vorgaben, wie beispielsweise Großbritannien, führt ein Verstoß fast immer zum sofortigen Verweis aus dem Stadion, ohne dass man das Spiel zu Ende schauen darf. In einigen Fällen kann das Personal die E-Zigarette ersatzlos einbehalten oder der Verein kann ein zeitlich begrenztes Stadionverbot für zukünftige Besuche aussprechen.

Darf ich mein E-Liquid in einer unbeschrifteten Flasche ins Stadion mitnehmen? Das ist nicht zu empfehlen. Das Sicherheitspersonal an den Gästeeinlässen ist strikt angewiesen, unbekannte Substanzen abzuweisen. Wenn das Liquid in neutralen Flaschen ohne originales Etikett transportiert wird, kann der Ordner den Inhalt bei der Kontrolle nicht zweifelsfrei identifizieren. In solchen Fällen wird das Behältnis fast immer konfisziert, entsorgt oder der Zutritt zum Stadion wird so lange verweigert, bis man die Flasche außerhalb des Geländes abgegeben hat. Belassen Sie das E-Liquid für den Stadionbesuch am besten immer in der originalen, klar deklarierten Verpackung des Herstellers.

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