Aufbaukurs - 5. Abend: Herausforderungen
Besondere Spielregeln

Besondere Spielregeln ("Provokationsregeln")

Besondere Spielregeln
©Fotokostic/Fotolia.com
  • wenn der Trainer pfeift, müssen alle sofort „festfrieren“, ein erneuter Pfiff startet das Spiel wieder, was gut dafür genutzt werden kann, den Spielern zu zeigen, dass mehrere falsch stehen. Variante: Alle schließen die Augen und der Trainer fragt nach Positionen und Spielmöglichkeiten
  • einem Spieler, der einen Ball kontrolliert, darf dieser nicht abgenommen werden (wie Handball)
  • es gibt Zonen im Spiel (z.B. vor den Toren), die man nicht betreten darf
  • es gilt als Foul, wenn bei  Einwürfen, Ecken, Abstößen oder Freistößen zu viel Zeit vergeudet wird, dann bekommt der Gegner sofort den Ball
  • der Ball muss immer rollen, ansonsten ist es ein Foul und der Gegner bekommt den Ball
  • erzielt ein Team ein Tor, gibt es einen sofortigen Seitenwechsel
  • drei Ecken = ein Elfmeter  oder auch jeder Einwurf ist eine Ecke (jeder Neustart ist eine Ecke etc.)
  • man kann auch mit zwei Bällen gleichzeitig spielen
  • nur GEHEN ist erlaubt
  • man spielt mit bestimmten Sektoren, die von den Spielern nicht verlassen werden dürfen bzw. mit Positions-Markierungen, die nach jedem Pfiff wieder zu besetzen sind
  • mit Hütchen einen Bereich im Spielfeld markieren, durch den der Ball nicht gespielt werden darf, z.B. einen Bereich in der Spielfeldmitte. So wird dafür gesorgt, dass der Ball über Außen vor das Tor l gebracht wird
  • das Spielfeld wird mit Markierungstellern in vier Quadrate eingeteilt. Das angreifende Team darf nicht nördlich in das nächste Quadrat vordringen, sondern muss quer rüber über das diagonal gelegene Quadrat angreifen
  • in bestimmten Sektoren des Feldes gibt es unterschiedliche Regeln (z.B.: vorne nur Direktspiel etc.)
  • es gibt drei Zonen: In der Verteidigungszone dürfen Verteidiger nur zwei Kontakte spielen, in der Mittelzone darf nur zur Seite oder nach vorne gespielt werden, im Angriffsdrittel ist alles erlaubt
  • wer einen Pass gespielt hat, der muss danach sofort etwas tun, z.B. hüpfen oder 5 Meter sprinten
  • für die Mannschaften gibt es für eine bestimmte Zeit unterschiedliche Regeln, dann wird getauscht
  • jeder Spieler bekommt ein anderes Handicap: linker Fuß, Innenseite, zwei Ballberührungen usw.
  • „Outrages-Game“, wo jeder normale Pass ein „Foul“ ist, es muss „gezaubert“ werden
  • Neustart-Regeln: immer ein neuer Ball vom Trainer, immer als Ecke, immer als Torwartball usw. Oder man startet mit einem Einwurf durch den Trainer als „Kampfstart“
  • der Ball muss jedes Mal erst einmal über die Mittelinie gespielt werden, dann zurück in die eigene Hälfte, bevor man ein Tor erzielen kann
  • ein Tor zählt nur, wenn zuvor der Torhüter ausgespielt wurde
  • jeder Feldspieler eines Teams muss den Ball vorher berührt haben, bevor ein Tor erzielt werden darf
  • Halle: in der gegnerischen Hälfte muss der Ball mindestens 1 x gegen die Wand gespielt werden
  • es ist erlaubt, mit einer Hand zu drücken /  es ist erlaubt, mit einer Hand zu ziehen
  • Mann-gegen-Mann Fußball: Jeder bekommt einen bestimmten Gegenspieler, den er immerzu bewachen muss
  • Fußball Non-Stop: Wer steht, der scheidet aus oder es gibt dort einen Freistoß
  • jeder, der vor dem Ball steht und angespielt wird, der steht im Abseits
  • "Ausscheidungsspiel" = wer ein Tor erzielt, der darf einen der gegnerischen Kicker vom Platz stellen oder wahlweise einen Teamkameraden wieder ins Feld bringen, den der Gegner zuvor vom Feld schickte. Wer hat am Ende keinen Spieler mehr?
  • und vieles mehr!

Natürlich sind die einzelnen Herausforderungen unterschiedlich sinnvoll und teils auch nur für bestimmte Altersklassen geeignet. Bei der Anwendung dieser Herausforderungen werden auch die unterschiedlichsten Dinge trainiert. Hier muss der Trainer sich vorher genau überlegen, was er denn bei seinem Training verbessert sehen möchte.

Wir wollen hier auch nicht über einzelne Herausforderungen bzw. "Provokationsregeln" diskutieren. Jeder mag sich aus der langen Liste das herausssuchen, was er gerne mal ausprobieren möchte.  Manchmal klappt etwas mit Team A der Altersgruppe, mit Team B aber nicht. Trainingsgruppen sind durchaus sehr unterschiedlich. Das Training wird dadurch auf jeden Fall abwechslungsreicher!

Tipp: Den Kinder- und Jugendlichen das nicht als "Regel", sondern als "Herausforderung" an sie verkaufen.

"Schafft ihr das?"

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Du ahnst was jetzt kommt: die Testfragen! Wenn du dann bereit bist, dann kann es weiter zum sechsten Abend gehen, wo wir uns noch speziell um die jungen Torhüter kümmern wollen.

 

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