Grundkurs - 4. Abend
Fragen und Antworten

4. Abend - Lösungen zu den Fragen und Aufgaben im Trainerseminar

Lösung für Aufgabe 12:
„IT-GAME“: Schon bei den Bambini und F-Jugendlichen (U10/U11) möchte man mit kurzen Sprints und Ausweichbewegungen auf das später zu erlernende Tempodribbling vorbereiten. Die Kleinen lieben das Schulhofspiel „Ticken“, was wir als Fußballtrainer ganz prima für unser Training umarbeiten können. Überlege dir mindestens 5 Varianten (mit oder ohne Ball) für das „Ticken“.

Ein Team - ein Spiel
© Fotokostic/Shutterstock.com
  • Knieschlag-Ticken als jeder gegen jeden in einem begrenzten Raum, wer trifft zuerst 20 Mal Knie von anderen?
  • normales „Ticken“ in einem begrenzten Raum (hier kann man den Trefferbereich am Körper einschränken: Knie, Popo)
  • anstatt des Tickens muss man ein Leibchen aus der Hose des anderen klauen (als „Schwänzchenfangen“ bzw. „Schwänzchenziehen“ bekannt)
  • Ticken mit allen als Fänger: Man sammelt Punkte bis 10 (oder entsprechend die Leibchen hinten aus den Hosen), wobei ein Wiederticken nicht erlaubt ist. Auch hier kann man natürlich den Trefferbereich am Körper zusätzlich einschränken
  • Ticken mit einem Ball in der Hand oder am Fuß des „Tickers“, der dann andere damit berühren muss (beim Schießen nur an den Beinen!)
  • alle führen den Ball am Fuß beim normalen Ticken, der darf nur einen Meter weit weg sein
  • alle haben einen Ball am Fuß, aber der Ticker seinen in der Hand, jetzt muss der Ticker die Bälle der anderen abwerfen. Wer abgeworfen wird, der hilft nun dem Ticker
  • aus einem Feld muss durch verschiedene Tore (ohne getickt zu werden!) entkommen werden, wer schafft es am häufigsten, dass ihm diese „Flucht“ gelingt?

Zur weiteren Variation kann man mit Toren oder Sicherheitszonen arbeiten, welche von einer Wache gehütet werden. Man kann Bälle in dieses Spiel integrieren, welche erobert werden müssen.

Wer getickt wird, für den kann es anschließende verschiedene Regeln geben: Stillstehen, Ausscheiden, durch die Beine krabbeln oder eine Ball durchspielen, um wieder befreit zu werden usw. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Lösung für Aufgabe 13:
Informiere dich im Internet, welche Übungen zum „Lauf-ABC“ gehören und probiere diese selbst einmal aus.

Die wichtigsten Übungen des „LAUF-ABC“

Fußball ist Spaß
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  • Fußgelenksarbeit
    Mit nur wenig Vortrieb werden die Knie abwechselnd leicht nach oben geführt. Das Durchdrücken des Fußes wird betont. Die Fußspitze des gehobenen Beines zeigt auf den Boden. Auch das Aufsetzen des Fußes erfolgt aktiv, mit dem Vorfuß beginnend, berührt auch die Ferse kurz den Boden. Die Arme sind angewinkelt, die Armbewegung unterstützt die Beinbewegung, die Hüfte geht beweglich mit.
  • Skippings (Kniehebelauf)
    Mit hoher Schrittfrequenz und geringem Raumgewinn die Knie nach oben bringen. Oberschenkel und Oberkörper bilden am höchsten Punkt einen rechten Winkel. Der Fußaufsatz erfolgt über den Vorfuß. Die Armbewegung unterstützt die Beinbewegung, die Hüfte dreht beweglich mit.
  • Anfersen
    Beim Anfersen erfolgt ein verstärkter Abdruck aus dem Fußgelenk und der Wade. Dadurch schwingt die Ferse bis zum Gesäß, das angewinkelte Knie zeigt nach untern. Die Arme werden im 90 Grad Winkel aktiv mitgeführt. Der Oberkörper ist gerade oder leicht nach vorne gebeugt.
  • Hopserlauf
    Beim Hopserlauf wird das Knie kraftvoll hoch gezogen. Der Raumgewinn ist gering. Die Arme schwingen aktiv nach oben (nicht nach vorne), greifen in den Himmel und unterstützen aktiv den Absprung. Der Rumpf und Kopf bleiben aufrecht, der Oberschenkel des Schwungbeins wird bis zur Waagerechten gehoben.
  • Sprunglauf
    Der Sprunglauf geht in die Weite. Der Abdruck erfolg kraftvoll, das Bein wird maximal gestreckt, das andere Bein schwingt nach vorne (nicht nach oben). Die Armbewegung geht bewusst aktiv nach vorne und unterstützt den Absprung. In der Flugphase ist der Oberschenkel waagerecht.
  • Seitschritte
    Die Bewegungsrichtung ist seitlich, die Beine werden abwechselnd gespreizt und wieder angezogen. Die Schritte sind klein, bei hoher Frequenz.
  • Wechselschritte (Überkreuzen)
    Beim seitlichen Überkreuzen wird das Bein abwechselnd vor und hinter dem anderen Bein seitwärts angestellt. Die Arme sind seitlich ausgestreckt und parallel zum Boden. Die Hüfte unterstützt aktiv die Seitbewegung und dreht dabei um annähernd 180 Grad. Die koordinativ anspruchsvolle Übung erfolgt am Anfang etwas Geduld.
  • Rückwärtslaufen
    Das Rückwärtslaufen erfolgt wahlweise mit kurzen langsamen Schritten, oder mit langen schnellen Schritten. Die Arme werden aktiv bewegt.
  • Steigerungslauf
    Steigerungsläufe beginnen mit langsamem Lauftempo und steigern sich bis zum Sprint. Ein Steigerungslauf geht über Distanzen von 80 bis 150 Metern, gerne leicht bergauf. Die bewusste Durchführung des korrekten Laufstils ist hier wichtig: Kopf und Rumpf aufrecht, Arme angewinkelt, kraftvoller Armschwung, Fußaufsatz auf dem Ballen und das nicht nur bei langsamen Tempo sondern auch noch bei 95 Prozent der maximalen Geschwindigkeit.

Es gibt weit mehr Übungen an die vorgestellten neun Stück, auch Kombinationen aus den oben genannten sind möglich. Doch nicht die Menge und Abwechslung macht den Erfolg aus, es zählt allein die Konsequenz und Regelmäßigkeit der Durchführung.

Hast du deine Antworten gefunden oder hast du weitere Lösungsansätze? Diskutiere mit uns im Forum Trainertalk!

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