Verein und Team - Kommunikationsprobleme abschaffen

Ich weiß Bescheid, denn ich informiere mich

Es gab noch nie soviel Kommunikationsmöglichkeiten wie heute und eigentlich sollte dies die Arbeit der Trainer und der Vereine erheblich erleichtern.

Klare Kommunikationsstrukturen
© Kapley/Fotolia.com

So weit die Theorie, aber wie sieht die Praxis aus? Egal ob Facebook, Twitter, Vereins- oder Teamhomepage, überall finden wir Informationen. Eigentlich sollte alle den gleichen Wissensstand darüber haben, was war, gerade läuft oder in der Zukunft geplant ist. Trotzdem gibt es immer noch Spieler, Trainer, Eltern und wer noch alles zum Vereinsleben gehört, die einen unzureichenden Kenntnisstand aufweisen.

Das der Besuch bei Abteilungsversammlungen oder Vereinssitzungen versäumt wird, ist ja nicht neu. Jetzt besitzt aber nicht jeder ein Smartphone, besucht ständig die Vereinshomepage oder kennt sich mit den sozialen Medien aus. Dann gibt es noch die, die sich der modernen Welt komplett verweigern, denn es ging früher auch ohne diesen technischen Kram.

War vor vielen Jahren noch das Telefon die einzig schnelle Möglichkeit Nachrichten zu verbreiten, haben wir heute die Qual der Wahl. Egal wofür wir uns entscheiden, irgendjemanden schließen wir immer von den Informationen aus. In einer Mannschaft mag das noch funktionieren, aber im Gesamtverein?

Es gibt viele Teams, in denen der Trainer und die Spieler zum Beispiel über Facebook kommunizieren. Spieler ohne Facebook-Profil müssen sich dann eins anlegen, ob sie wollen oder nicht. Oft nutzen Trainer das Handy und verteilen damit die Infos per SMS oder Anruf an die ganze Mannschaft. Sehr beliebt ist auch der E-Mail versandt oder eine Kombination aus Handy, SMS und E-Mail.

Hieran erkennen wir deutlich, dass dieses System in der Abteilung und erst recht im Verein nicht funktionieren kann. Als Informationsquelle könnte dann die Vereinshomepage dienen, aber ist die immer aktuell? So bleibt als Einladung zur Versammlung nur der gute alte Brief mit seinen dazugehörigen Kosten.

Teambuilding

Jeder ist zu erreichen

... eigentlich schon, genügend Möglichkeiten wurden hier aufgeführt. Fragt sich nur noch, wie erreiche ich jeden? Im Team hat der Trainer irgendwann seine Routinen: Bei dem rufe ich an, da schreibe ich eine E-Mail und hier eine SMS, so klappt das meistens mit der Kommunikation, aber ist das sicher?. Denn nicht jede SMS kommt an, manchmal ist das vielleicht eine Ausrede, aber unterstellen kann man das nicht. Nicht jeder schaut ständig in seinen E-Mail-Account und manchmal verschwinden die Mails in den Weiten des Webs.

Eine Teamregel könnte sein, dass jeder den Eingang der Information bestätigen muss und der Trainer merkt sich dann den Namen der Spieler, die nicht reagiert haben und versucht erneut Kontakt aufzunehmen. So gehen Nachrichten manchmal mehrfach hin und her, bis Sicherheit herrscht.

Klare Kommunikationsstrukturen verringern das Problem

Um den Informationsfluss zu verbessern müssen deshalb klare Strukturen her. Im Verein sollte sich jemand finden, der eindeutige Kommunikationswege erarbeitet und erklärt und dann werden sie als verbindlich festgesetzt. Befinden sich die News auf der Vereinshomepage oder/und im Infokasten des Clubheims, dann ist das so festgelegt, jeder weiß das und jeder kann sich entsprechend informieren. Mal hier, mal da, wird im Zweifel nicht funktionieren.

Einigt man sich in einer Mannschaft auf eine Kommunikationsstruktur, dann hat sich jeder daran zu halten. ich weiß nicht warum, aber mir fällt als Beispiel die Telefonkette ein, die meistens blendend funktioniert ;-)

Wissen die Spieler oder/und Eltern, dass Informationen per E-Mail versendet werden, dann haben sie auch täglich im Account nachzuschauen. Läuft das Ganz über Facebook etc., dann muss man täglich online sein.

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Information ist eine Hol-Schuld

Gibt es eine Kommunikationsstruktur, über die jeder aufgeklärt wurde, dann müssen dort auch die neusten Informationen vorliegen. Vereins- oder Teamhomepage, schwarzes Brett, Facebook, E-Mail, SMS, egal wofür man sich entscheidet, diese Kommunikationsmöglichkeiten werden dann auch konsequent so eingesetzt.

Ein "wusste ich nicht" ist keine Ausrede mehr, denn "Information" ist so ein Hol-Schuld. Stimmen die Strukturen, ist nicht der Verteiler an Informationsdefiziten schuld, sondern der Empfänger. Der Verteiler sollte namentlich festgelegt werden, ihr kenn das ja mit den vielen Köchen, die .....

In einer Mannschaft ist das wohl der Trainer, denn er erhält viele Infos zuerst oder entscheidet über Zeiten, Orte und andere Dinge. Macht den Spielern/ Eltern die Hol-Schuld deutlich, nur so kann ein Kommunikationssystem fast perfekt ;-) funktionieren.

Uwe Bluhm

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