Ratgeber für Fußballeltern

Jubeln bei deinem Kind - Auf und neben dem Platz

Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie viele Trainer und Eltern mit ihren Kindern auf und neben dem Platz interagieren. Leider ist diese Interaktion oft eher negativ als positiv zu sehen. Dazu gibt es einige Verhaltensweisen, die man als Elternteil beachten sollte, damit die Kinder auch weiterhin mit viel Spaß und Freude dabei sind.

Fußball mit Selbstvertrauen
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Welche Verhaltensweise sollte sich ein Fußballtrainer von den Eltern seiner Kinder wünschen?

1. Sorge immer dafür, dass dein Kind pünktlich zum Training erscheint. Gerade diese Verantwortung sollte schon in jungen Jahren vorgegeben werden. Fußball ist ein Teamsport und es ist wichtig, dass dein Kind lernt, dass es auch eine soziale Verantwortung gegenüber seinen Mannschaftskameraden und dem Trainer hat. Sollte sich dein Kind trotzdem mal verspäten, reicht ein kurzer Anruf oder eine SMS, um dem Trainer mitzuteilen, dass man etwas später kommt. Als Trainer macht man sich sorgen, wenn ein Kind ohne Rückmeldung später erscheint.

2. Melde dein Kind frühzeitig vom Training oder Spiel ab. Für einen Trainer ist es wichtig rechtzeitig zu wissen, wie viele Kinder er beim Training oder Spiel zur Verfügung hat. Eine rechtzeitige Absage erleichtert die Trainings- und Spielplanung erheblich.

3. Informiere dich über die Verhaltensweise deines Kindes und kümmer dich. Für Trainer ist es oft ein Problem, dass manche Kinder aus der Reihe tanzen, nur rumalbern und das ganze Training aufhalten. Es liegt nicht immer an der Autorität des Trainers, wenn sich ein Kind mal nicht benimmt.

Falls dir sowas mal zu Ohren kommt, rede mit deinem Kind darüber und versuche das Verhalten deines Kindes zum Wohle des Teams zu verbessern. Nichts ist schlimmer, als wenn alle den Spaß und die Freunde am Fußballspielen verlieren. Du solltest bei solchen Problemen dem Trainer auch mal unter die Arme greifen und uneingeschränkt unterstützen.

4. Die Eltern sollten einen Mindestabstand von der Seitenline einhalten. Erstens werden die Spieler nicht bei Einwürfen behindert und die Gefahr von Zusammenstößen wird minimiert. Zweitens, je größer der Abstand zum Feld, desto ruhiger können die Kinder spielen. Hinter den Toren hat natürlich niemand etwas zu suchen. Bewährt hat sich mittlerweile auch, eine sogenannte abgesperrte Zone für Zuschauen (Fans) einzurichten. Überall ist das so, nur im Kinderfußball nicht und die Kinder haben diesen Respekt für ihr Spiel verdient. Sollte dies der Fall sein und noch nicht nach den verpflichtenden Regeln der FairPlayLiga gespielt werden, halte unbedingt einen großen Abstande zum Spielfeld ein.

5. Respektiere die Entscheidungen des Trainers und des Schiedsrichters. Egal was passiert, sie sind für das Spiel verantwortlich. Falls dir irgendetwas nicht gefallen hat oder du irgendwas nicht verstanden hast, kannst du es nach dem Training oder Spiel mit dem Trainer in Ruhe klären.

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6. Bleibe immer ruhig am Spielfeldrand oder in Gegenwart deiner Kinder. Ständiges Reinrufen ins Spiel sorgt einfach nur für Unruhe und hemmt die Kinder in ihrem Spiel und damit auch in ihrer fußballerischen Entwicklung. Raube deinem Kind nicht schon in jungen Jahren die Kreativität und um diese zu entwickeln, gehören Fehler im Spiel dazu. Ein guter Trainer verhält sich übrigens auch so.

Du bist nicht der Trainer! Als Elternteil sollte man immer daran denken, dass man eigentlich, auch wenn es böse klingt, auf dem Fußballplatz nichts zu sagen hat. Eltern sind dazu da um ihr Kind und das Team zu bejubeln, nicht um taktische Anweisungen zu geben, das Spiel zu kritisieren oder die Kinder fernzusteuern. Besser noch: verhalte dich komplett ruhig am Spielfeldrand.

7. Unterstütze den Trainer neben dem Platz. Ein Trainer hat oft schon alle Hände voll zu tun, um seine Kinder bei Laune zu halten.

Es ist schon immer eine große Hilfe, wenn du kontrollierst, ob dein Kind alle Sachen dabei hat und etwas zu trinken. Hinzu kommen organisatorische Unterstützungen im Spielbetrieb. Ob das Waschen von Trikots, organisieren von Feiern, Turnieren etc. jeder Trainer ist froh, wenn er Hilfe bekommt.

Jugend- und Kinderfußball soll Spaß machen, für die Kinder und die Eltern gleichermaßen. Wenn Eltern und auch Trainer einen klaren Kopf und eine positive Einstellung mitbringen, kann man sich über so viel Schönes im Kinderfußball freuen. Natürlich sollte der Trainer dafür sorgen solche Umstände zu schaffen, was einfacher gesagt als getan ist. Mit etwas Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen, kann man aber viel Positives bewirken.

Sven Bluhm

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