Der Fall "Paolo Guerrero" spaltet Deutschlands Fußballwelt

Ein Argument wird dabei nie erwähnt

Der Fall "Paolo Guerrero" spaltet Deutschlands Medienlandschaft. Der Peruaner wurde zwischenzeitlich für 8 Spiele gesperrt. Wer das Foul noch nicht gesehen hat, kann es sich über den nachstehenden Link anschauen. Aus rechtlichen Gründen dürfen wir das Video hier nicht direkt einfügen.

YouTube

Paolo Guerrero
Sorodorin/Wikipedia

Die Impire AG, der Sponsor des letzten Soccerdrills-Gewinnspiels, hat zu dieser Aktion die Zeiten gemessen:

Guerrero nahm 56 Meter Anlauf. Kurios dabei: der Sprint war mit 31,28 km/h der schnellsten Lauf eines HSV-Spielers im gesamten Spiel. Er hatte 6,4 Sekunden Zeit, sich zu überlegen, was er macht. Hier von einer spontanen Reaktion zu reden, hat sich damit erledigt.

Der Focus nimmt, in einem Kommentar von Pierre Winkler (Paolo Guerrero, Freiwild für die Heuchler), den Übeltäter in Schutz. Bei Personen des öffentlichen Lebens scheint es Mode zu sein, Täter zu Opfern zu erklären.

Für viel Wirbel sorgte die Höhe der Strafe, die die viert höchste in der Geschichte der Bundesliga ist. Vergleicht man das Strafmaß mit anderen Sanktionen der Vergangenheit, ist es viel zu hoch. Spiegel-Online (Kommentar: Peter Ahrens - Das einfache Urteil) stellt die Frage, ob der DFB sich mit dem Urteil zu weit aus dem Fenster gelehnt hat? Man darf gespannt sein, wie kommende Ellenbogenchecks, brutales Umgrätschen im Mittelkreis und das Einsteigen mit den Stollen voran, bestraft werden. Setzt der DFB wirklich neue Maßstäbe?

Profis sind schon längst keine Vorbilder mehr

Ein Argument wird dabei ständig vergessen: die Fußballprofis haben eine Vorbildfunktion für unsere Fußballkinder. Diese Funktion haben sie schon längst verspielt, aber durch die Aussagen zum "Guerrero-Fall" wird die Situation nicht besser.




Als ich in der Sportschau, diese Szene sah und mir die nachträglichen Kommentare des HSV-Trainers Fink anhörte, musste ich an die vielen Kinder denken, die sich das angehört haben. Vielleicht sollten wir ihnen erklären, dass dies nicht der Fußball ist, den wir spielen und das die Profis sich so benehmen, wie man es nicht machen sollte. Ob die geforderte Notbremse, das taktische Foul oder beim Ausball kommt der automatisch "Arm heben -Reflex", pädagogisch ist das kaum noch zu verantworten.

Es geht nicht mehr darum, Fußball ohne Betrug zu spielen, sondern wichtig ist, sich nicht erwischen zu verlassen. Finks weiteren Kommentare in den Tagen danach, waren auch nicht besser. Die Bild-Zeitung fragt deshalb völlig zurecht: Hat Fink eine Meise?

Fink: „Es ist nichts passiert. Paolo hat niemanden geschlagen, es hat sich keiner verletzt. Das war keine Tätlichkeit.

Vielleicht muss man lieber aussehen, um weniger Strafe zu bekommen. Aber Guerrero, der ist der kleine Krieger, der hat ein paar Narben im Gesicht. Ich glaube, man will ein Exempel statuieren.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Uwe Bluhm

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