Der Muskelfaserriss
Von CHRISTIAN RIEDEL
Kaum eine Sportverletzung ist so häufig wie der Muskelfaserriss. In kaum einer Sportart bleibt man davon verschont. Aber wie entsteht der Muskelfaserriss und wie kann man ihn verhindern?
Woche für Woche fallen in der Bundesliga Profis wegen eines Muskelfaserrisses aus. Rund vier Wochen dauert es, bis der Muskel wieder soweit hergestellt ist, dass man wieder Sport treiben kann. Den Muskelfaserriss zu vermeiden ist schwierig aber nicht unmöglich. Wie der Name schon sagt, zerreißt bei einem Muskelfaserriss Muskelgewebe. Der Muskel ist in Fasern und Bündel aufgeteilt, die sich zu immer größeren Funktionseinheiten zusammenschließen. Wenn einzelene oder mehrere Bündel reißen spricht man von einem Muskelfaserriss.Am häufigsten sind Wade und Oberschenkel betroffen. Dort ist die Belastung bei vielen Sportarten am größten, insofern häufen sich dort auch die Muskelverletzungen. Im Gegensatz zur Zerrung kann man bei einem Muskelfaserriss auch eine strukturelle Veränderung erkennen. Teilweise entwickelt sich ein sichtbares Hämatom (blauer Fleck), da es bei einem Riss zu einer Einblutung kommt. Eine vollständige Diagnose ist am einfachsten in der Sonographie möglich. Eine Komputertomographie ist nur selten nötig, da das Ergebnis selten einen Einfluß auf die Therapie hat.Beim Muskelfaserriss wird der Muskel über seine normale Toleranzgrenze hinaus gedehnt. Dadurch erhöht sich die Spannung im Muskel, bis einzelne Fasern irgendwann reißen. Das kann durch eine Einwirkung von außen, beispielsweise einem Tritt in die Wade, oder durch eine plötzliche Überlastung, beispielsweise beim Anziehen eines Sprints oder beim Absprung, passieren.
So erkennt man der Muskelfaserriss
Der Betroffene merkt schnell, dass mit der Muskulatur etwas nicht in Ordnung ist. Wenn eine oder mehrere Muskelfasern reißen, tritt ein plötzlicher, heftiger Schmerz auf. Teilweise ist auch die Funktion eingeschränkt, auf jeden Fall ist es aber schmerzhaft. Zudem kann man bei einem oberflächlichen Muskelfaserriss den bereits erwähnten Bluterguss sehen und sogar eine leichte Delle im beschädigten Muskel erkennen bzw. erfühlen.
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