Voller Einsatz im Training ... auch vom Fußballtrainer

Die "Daily Soap" der Fußballtrainer

In der Theorie ist alles immer ganz einfach! Nehmen wir als Beispiel den Trainingsstart, denn dort heißt es: das Training beginnt und nach 60 Sekunden soll der Ball bereits rollen.

Fußballtrainer Frust
©Paco Ayala/Fotolia.com

Solche Ideen können nur Theoretiker entwerfen, die noch nie über einen längeren Zeitraum im Kinder- und Jugendtraining tätig waren.

Natürlich geht das, aber dann handelt es sich meistens um die gleichen Übungsabläufe. Bewegungen mit dem Ball in einem Feld, bekannte koordinative Aufgaben, Moves oder einfach nur eine "Tummelphase", in der die Spieler machen können, was sie wollen.

Welche Gefahr lauert dabei in der Praxis? Die Spieler wissen was passiert und ohne es zu wollen, wird für sie der Trainingsbeginn "eintönig", damit vermeide ich den Begriff "langweilig". Zu spätes Erscheinen ist kein Problem mehr für einzelne Spieler, sie versäumen ja nichts, denn das nächste Training beginnt wieder mit gleichen Inhalten.

Deshalb sollten Trainingseinheiten immer wieder mit einem Highlight beginnen und dafür reichen schon neue Übungen, in die man nicht einfach später einsteigen kann. Wer seinen Trainer und sein Team warten lässt, muss dann eben auch warten.

Für jeden Trainer bedeute dies, sich immer wieder aufs Training gut vorzubereiten, von Training zu Training, von Woche zu Woche, von Saison zu Saison. Nichts ist schlimmer als Routine oder nennen wir es besser "Alltag" im Fußballtraining. Wer über Jahre ein Team betreuen will, darf nicht jahrelang ähnliches Training anbieten.

Damit sind wir dann auch schon beim Thema.

Ein Trainer, wie er im Buche steht

Als Trainer fordert man zu jedem Meisterschaftsspiel vollen Einsatz vom Team. Schon allein deshalb kann das Team vom Trainer vollen Einsatz bei jedem Training verlangen.

Kommen wir zum Idealfall:

Ich habe es geschafft, mich intensiv aufs Training vorzubereiten, die Inhalte entsprechen den Ausbildungszielen. Das Training besteht dann aus drei, vielleicht vier Übungen oder Abläufen. Eine gute Vorbereitung bedeutet, ich muss für die einzelnen Einheiten nicht auf einen Zetteln schauen, denn die Inhalte sind mir bekannt und ich kann sie erklären, ohne "abzulesen". Den Zettel habe ich zur Sicherheit immer in der Tasche. Die benötigten Übungsfelder konnte ich bereits vor Trainingsstart aufbauen, denn ich war frühzeitig auf dem Trainingsplatz.

Das Training läuft und das Team zahlt mir meinen Einsatz für die Trainingsplanung mit viel Aufmerksamkeit und Begeisterung zurück.

Ein Trainer ist auch nur ein Mensch

So sieht die Realität aus:

Glaubst du wirklich, ich schreibe dazu etwas. Es gibt unterschiedliche Realitäten und jeder Trainer hat seine ganz persönliche. Wenig Zeit, Stress im Job oder Familie und manchmal fehlt der nötige Antrieb, sich mit Pfeilen und Linien und den dazugehörigen Beschreibungen von Übungsabläufen zu beschäftigen.

Oder man bereitet sich intensiv aufs Training vor und es läuft nicht, keine Konzentration beim Team und die ganze Vorbereitungszeit war verschenkt, Trainerfrust pur.

Dann gibt es die Zeiten, wo die Euphorie und die Begeisterung für den Trainerjob gedämpft sind. Im Verein läuft es nicht, eine Niederlagenserie, Plätze gesperrt, die Spieler sind nicht zu ertragen und dann noch nervige Eltern.

Fußballtrainer sind auch nur Menschen und nicht immer so perfekt, wie die Theorie sie gerne hätte. Deshalb sei ihnen verziehen, wenn sie nicht ständig dem Idealbild entsprechen.

Das kennst du nicht? Irgendeines dieser aufgezählten Probleme wirst du in deiner Trainerlaufbahn erleben, da bin ich mir sicher.

Thema: die richtige Einstellung
©Soccerdrills.de

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Als Fazit bleibt eigentlich nur, dass ein Trainer sein Leben nach seinem Trainerjob auszurichten hat. Wenn du dann eine Familie und/oder einen Job hast, mit dem du dein Geld verdienst, kannst du eigentlich nie ein guter Trainer werden. Der Jahresurlaub wird normalerweiser für eine lizensierte Ausbildung oder Fortbildungen benötigt. Geld solltest du auch mitbringen, dabei denke ich nicht nur an die Trainer, die die Bälle aus eigener Tasche bezahlen (ja, die gibt es).

Jetzt aber ernsthaft: niemand muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn er nicht dem Bild des Trainer-Musterknaben entspricht. Das ist kein Grund, gleich beim ersten größeren Problem sein Traineramt niederzulegen Eine gewisse "Unlust" und Mangel an Begeisterung über einen längeren Zeitraum sind da schon viel gefährlicher, denn das Trainerdasein ist ein Hobby und das soll in erster Linie mit Freude betrieben werden.

So manche Daily Soap im Fernsehen fällt wegen Fußballtraining aus, dafür schreibt jeder Trainer seine ganz persönliche.

Uwe Bluhm

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