Tabuthema - Homosexualität im Fußball

Fußball ist ein Männersport - Alles Schnee von gestern?

Immer wieder vorhanden und einfach nicht wegzubekommen sind diese Vorurteile in der Fußballwelt der Männer.

Das Schwule Fußballspielen ist undenkbar, denn Fußball ist ein Männersport und "wirkliche" Frauen würden niemals in einem Verein gegen einen Ball treten.

Homosexualität im Fußball
©Scott Maxwell/LuMaxArt-Shutterstock.com

Liest man Kommentare zu Zeitungsartikeln oder in Fußballforen könnte man auf die Idee kommen wir leben noch in den fünfziger Jahren, als der DFB offiziell mit dieser Begründung ein Verbot des Frauenfußballs durchsetzte:

"Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden, und das Zuschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand."

Dreckige Lebensweise und Ansteckungsgefahr

Wer glaubt diese Zeiten sind vorbei, irrt gewaltig. Genau 56 Jahre später, lies sich die Trainerin Uche der nigerianischen Nationalmannschaft dazu herab, über die "dreckige" Lebensweise der Lesben zu wettern und sie würde solche Spielerinnen nicht in ihrem Team dulden. Nicht irgendwann, sondern zur WM 2011 fielen diese Worte.

Die FIFA reagierte darauf mit ....... angemessener Hilflosigkeit. Keine Strafe für diese Äußerung, obwohl "Toleranz" eine der größten Herausforderungen im Fußball ist. Man kann nur spekulieren was passiert wäre, wenn ein Trainer solche Äußerungen über farbige Spieler im Team getätigt hätte.

Dafür wurde schnellstens ein Banner eingezogen, bevor eine TV-Kamera es erfassen konnte. Auf diesem Banner stand: "Fußball ist alles - auch lesbisch!"

Dann gibt es noch die Eltern, die Angst vor der "Infektionsgefahr" haben, wenn ihre Tochter zum Fußball geht.

Fußballerinnen entsprechen nicht der Werbe-Zielgruppe

Kommen wir zu den Stars unter den Fußballfrauen. Werbeverträge gibt es zwar, aber wenige. Jetzt könnte man meinen, dies liegt am geringen Bekanntheitsgrad der weiblichen Stars. Fragt man aber gezielt nach, kommt noch ein weiteres Argument: die Fußballerinnen entsprechen nicht der Zielgruppe und noch deutlicher: "Wer will schon Lesben in der Werbung sehen!"

Ein Einzelfall, eine persönlich Meinung?

Nehmen wir als weiteres Beispiel Fatmire Bajramaj. Sie ist, um bei den Worten der nigerianischen Trainerin zu bleiben, keine "dreckige" Frau.

In einem Interview während der WM 2011 äußerte sie große Bewunderung für Zidane und Verständnis für seinen berühmten Kopfstoß. Ihr Management zensierte daraufhin das Interview für die TAZ radikal. Solche Aussagen sind schließlich unweiblich und passen nicht in die Vermarkungsstrategie.

Es gibt aber auch Beispiele, die zeigen das es geht. Uschi Holl und Nadine Angerer bekennen sich offen zu ihrer Homosexualität.

Schwule Fußballer gibt es nicht - "Ich dusche immer mit dem Arsch zur Wand"

Jetzt kommen wir zu den schwulen Fußballern. Darüber gibt es nicht viel zu berichten, denn es gibt sie schlichtweg nicht.

Der tragische Fall Robert Enke führte zum Umdenken im Fußball. Er war zwar nicht schwul, aber plötzlich wurde der Öffentlichkeit bewusst, dass es auch im Männerfußball Gruppen gibt, die nicht ins Klischee passen.

Dazu gehören auch schwule Fußballprofis und unser ehemalige DFB-Präsident Zwanziger hatte nichts besseres zu tun, als diese Spieler aufzufordern sich zu outen. Vollste Unterstützung war angesagt und was ist daraus geworden? Nichts, Zwanziger kam zu dem Ergebnis, es wäre vielleicht doch besser sich im Profifußball nicht zu outen, die Zeit sei noch nicht reif. Vielleicht hätte er mal Leute fragen sollen, die sich damit auskennen.


Corny Littmann, ehemalige Präsident des FC St. Pauli und schwul sagte dazu: „Ich würde keinem Profi raten, sich zu outen. Der soziale Druck wäre nicht auszuhalten.“

Also, es gibt keine schwulen Männer im Fußball und damit basta, denn Homosexualität gehört zum Frauenfußball!

Hier noch einige Zitate, zum schmunzeln:

Rudi Assauer: „Ich habe in der Liga noch nie einen homosexuellen Spieler gesehen. Es gibt aber welche, auch wenn ich es mir nicht vorstellen kann.“

De Wolf, ehemaliger Spieler von Feyenoord: “Ich würde niemals mit Schwulen duschen.”

Arne Friedrich 2004: “Es gibt immer mehr Menschen, die schwul sind. Ganz sicher auch Spieler der Fußballbundesliga.”

Frank Rost 2002: „......... ich dusche immer mit dem Arsch zur Wand.“

Otto Baric, Trainer Kroatien 2004: „Homosexualität ist abnormal. Ich werde niemals Homosexuelle in mein Team berufen.“

Tanju Colak, Torschützenkönig Türkei 2005: "In all den Jahren habe ich keinen einzigen schwulen Spieler kennen gelernt. Und würde ich einem begegnen, würde ich ihn sofort erkennen."

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