Die richtige Fußballtaktik – diese Faktoren braucht es zum Sieg!

Spielsysteme, Defensive, Offensive, Mannschafts-, Gruppen- und Individualtaktik, die Taktik des nächsten Spiels, Ausrüstung und Vorbereitung

Die passende Taktik kann in einem Spiel über Sieg und Niederlage entscheiden, vor allem in Finals und Meisterschaften sind sie nahezu unerlässlich. Dabei wird unterschieden zwischen etlichen ausgeklügelten Spielsystemen und Formationen, aber auch das Verhältnis zwischen Defensive und Offensive muss stimmen und nicht zuletzt gilt es sowohl auf den Spielstil der Mannschaft als auch auf jeden individuellen Spieler zu achten.

Während der deutsche Fußball vor einigen Jahren noch mit einem regelrechten Verliererimage daherkam, so ist davon heute nicht mehr allzu viel übrig. Grund dafür sind in erster Linie sicherlich die wirtschaftlich starken Bundesliga-Clubs, die die nötigen Investitionen tätigten, um nach und nach eine neue Spielkultur zu prägen. Den Erfolg verdankten die deutschen Clubs dabei einem Sponsoring-Programm, welches weltweit einzigartig ist und so mithilfe von Werbepartnern schnell für klingelnde Kassen sorgte. Vereine wie der FC Bayern München schafften es so im Geschäftsjahr 2011/2012 beispielsweise auf stolze 200 Millionen und übertrumpften so alle anderen europäischen Clubs. Die starken Einnahmen und damit auch stattlichen Gehälter wiederum haben zur Folge, dass Spieler ihren deutschen Vereinen treu bleiben – so können Trainer und Spieler länger miteinander arbeiten, ihr System perfektionieren und eine ganz eigene Spielphilosophie entwickeln, die anders kaum möglich wäre. Neben klugen Investitionen und einer Menge Fleiß spielt jedoch auch die Taktik eines Vereins oder sogar Landes eine Rolle, um im ewigen Wettstreit mit anderen zu bestehen – aber worauf kommt es hierbei eigentlich wirklich an?

1. Spielsysteme im Fußball

Spielsysetm 4-4-2
Abbildung 1

Meist werden Spielsysteme im Fußball als eine Art Zahlenkombination ausgedrückt, die letztendlich addiert 10 ergibt. Hierbei wird der Torwart nicht mitgerechnet, denn seine Position bleibt schließlich das ganze Spiel über starr. So werden Spielsysteme in den meisten Ländern benannt. Zwischenzeitlich setzt sich die "1" für den Torwart als zusätzlicher Hinweis immer mehr durch. Der Torwart ist ein kompletter Mitspieler, was Manuel Neuer bei der WM 2014 eindrucksvoll bewies. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts gab es eines der ersten solcher Systeme, bei dem unterschiedliche Mannschaftsteile unterschieden wurden – es handelte sich dabei um das System 2-3-5, auch als schottische Furch oder Pyramide bekannt. In diesem Fall waren 2 Verteidiger, 3 Mittelläufer und fünf Stürmer aktiv auf dem Platz vertreten. Im Laufe der Zeit kamen jedoch viele weitere Systeme hinzu, unter anderem auch das 3-2-2-3, welches auf einer Änderung der Abseitsregel basiert und darauf aufbaut, dass sich ein Mittelläufer in die Abwehr zurückzog und zwei Halbstürmer defensiver agierten. Mittlerweile hat sich diesbezüglich jedoch so einiges geändert, denn heutzutage wird vornehmlich nach dem Muster 4-4-2 gearbeitet. Dabei fallen in der Regel die Außenstürmer weg, während der Fokus auf den zwei Stürmern liegt, die ihrerseits mit stetigem Kreuzen dafür sorgen, dass ihre Mitspieler genügend Raum haben. Ein gutes Beispiel für den Erfolg dieses System ist beispielsweise auch die Weltmeisterschaft im Jahr 1990, in dem Deutschland mit genau diesem System gewann.

"Wir Deutschen haben keine Ahnung von Taktik." (Matthias Sammer)

Ausnahmesystem – totaler Fußball

Der Name dieses Spielsystems sagt es schon, hier wird von den Spielern alles abverlangt. Denn die Basis dieses Spielstils, der in den 70ern von Ajax Amsterdam geprägt wurde, stellen vor allem eine hohe Athletik und stetige Positionswechsel dar. So wird die Defensive der gegnerischen Mannschaft gestört, während die eigene Defensive hingegen durch die Raumdeckung, die Abseitsfalle und das Pressing profitiert. Auch heute noch gilt der totale Fußball als geradezu revolutionär und ist auch optisch sehr spektakulär anzuschauen – aktuell erfolgreiche Mannschaften wie Arsenal London oder auch der FC Barcelona versuchen daher stetig, diesem Ideal gerecht zu werden.

2. Defensive

Zweifellos haben fast alle Spielsysteme ihre Daseinsberechtigung, oftmals gibt jedoch die richtige Mischung aus Defensive und Offensive hier den Ausschlag. Denn einerseits ist es für die Mannschaft entscheidend, in Ballbesitz zu bleiben und Tore zu schießen, andererseits sollen diese auf der eigenen Seite aber auch genauso gut verhindert werden.

Ohne Defensive geht im Fußball nichts – der moderne Fußball greift hierbei vornehmlich auf das schnelle Herstellen von Formationen zurück, aber auch das ballorientierte Verschieben des Defensivverbunds und weitere taktische Verhaltensweisen werden hinzugenommen, um einerseits gegnerische Tore zu verhindern und andererseits selbst den Ball zu erhalten und darauf basierend einen Konter zu starten.

3. Offensive

Offensiv Fußball spielen
Abbildung 2

Das Gegenteil der Defensive ist die Offensive, also das aktive Spielen, um Tore zu schießen, in Führung zu gehen und zu gewinnen.

Normalerweise werden diesbezüglich zwei Phasen unterschieden, nämlich einerseits die Phase des Spielaufbaus und andererseits das Herausspielen von Torchancen und deren möglichst gute Verwertung.

Dazu zählt auch das wichtige schnelle Umschalten nach der Balleroberung, um die womöglich noch ungeordnete Deckung des Gegners für sich zu nutzen.

4. Mannschafts-, Gruppen- und Individualtaktik

Nahezu jede Mannschaft verfügt über eine bestimmte Signatur, also die Philosophie des Trainers, die in Form der gewählten Taktik und ihrer individuellen Anpassungen zum Tragen kommt. Das kann beispielsweise ein ausgeprägtes Flügel- oder Kurzpassspiel sein, in jedem Fall kommt hier jedoch eine Kombination aus individuellen sowie Gruppen- und Mannschaftsaspekten zusammen. Einerseits muss also auf das Verhalten des einzelnen Spielers eingegangen werden, während gleichzeitig aber auch ganze Gruppen wie Mittelfeld oder Abwehr ins Visier genommen werden müssen.

5. Die Taktik des nächsten Spiels

Ist das letzte Spiel vorbei, so wird sich normalerweise wieder direkt auf den nächsten Gegner fokussiert. Der Trainer versucht nun, die Schwachpunkte der gegnerischen Mannschaft auszumachen und das eigene Team dementsprechend möglichst vorteilhaft aufzustellen. Nicht weniger wichtig sind allerdings auch Faktoren wie die eigene oder gegnerische Leistungsfähigkeit oder auch äußere Umstände wie das Wetter, die Platzverhältnisse oder die Tabellensituation. Dementsprechend wird dann auch das Taktiktraining für die kommende Zeit angepasst.

6. Ausrüstung und Vorbereitung

Die richtige Ausrüstung
Abbildung 3

Während die richtige Taktik für einen einzelnen Gegner sicherlich das A&O ist, so sollten andererseits aber auch die Rahmenbedingungen stimmen. Steht ein Spiel an, so heißt es daher zunächst analysieren, ausprobieren und ein passendes Rezept gegen den Gegner finden, dementsprechend muss dann aber auch die Vorbereitung stimmen. Dazu gehört nicht nur ein sinnvolles, abgestimmtes Training, sondern ebenso eine gute Ausrüstung, die für möglichst viel Komfort und Freiraum beim Training sorgt. Der Fachversand www.outfitter.de bietet hier beispielsweise das professionelle Schuhwerk von renommierten Sportlabels wie adidas oder Nike, aber auch die fachgerechte Bekleidung für Torwart, Spieler und sogar Schiedsrichter kann auf diesem Weg bezogen werden. Mit hochwertigen Schienbeinschonern und Stutzenhaltern, guten Trainingsfußbällen und atmungsaktiver, passgenauer Bekleidung können die Weichen so optimal gelegt werden, um beim nächsten Spiel um den Tabellenplatz zu brillieren.

Abbildung 1: Soccerdrills.de
Abbildung 2: Commons.wikimedia.org © Rick Dikeman CC BY-SA 3.0
Abbildung 3: Commons.wikimedia.org © Kjell Olsen CC BY-SA 2.0

Uwe Bluhm

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