Charaktere im Mädchen- und Frauenfußball
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit
Um das gleich klarzustellen: Soccerdrills.de ist aus dem Mädchenfußball entstanden, es gibt nichts Schöneres. Die Texte hätten auch auf viele Jungs oder Männer gepasst. Wenn jemand Spaß verträgt, dann die weiblichen Fußballer, die vor vielen Jahren bei der Erstellung dieser Texte mitgewirkt haben. Ist auch egal, so sind sie eben und, wer das nicht versteht, muss ja nicht weiterlesen.
Inhalt:
Die Torhüterin
Die Veteidigerin
Die Spielmacherin
Die Mittelfeldspielerin
Die Mittelstürmerin
Der Trainer
Die Torhüterin
Das kennen wir: wer eigentlich auf keiner Position so richtig benötigt wird, kommt ins Tor.
Sie ist die einzige Spielerin, die die Gesundheitsrisiken der Torwartposition nicht kennt. Von Ihren Mitspielerinnen unterscheidet sie sich durch die Trikotfarbe und ihren, extra für sie abgegrenzten Raum, wo sie nicht angegriffen werden darf. Deshalb verlässt sie diesen Raum auch nur ungern, denn hier fühlt sie sich sicher.
Keine wird so schnell zur Looserin, ein einziger Fehler und niemand spricht mehr mit der Torhüterin.
Sie liebt Hechtsprünge für die Galerie und das lautstarke Antreiben der Hintermannschaft bei Freistößen und Eckbällen.
Ihre größten Feinde sind die Sonne und das Flutlicht.
Eigentlich mag sie keiner so richtig, aber sie wird dringend benötigt, weil sich sonst niemand findet, die sich ins Tor stellt. Die Abneigung der Mannschaft gegen sie geht häufig soweit, dass sie abgesondert vom Team trainiert. Ihr wird das als Sondertraining verkauft, damit sie nicht beleidigt ist.
Kontakt zur Mannschaft versucht sie durch die ständig gleichen Witze und Scherze zu bekommen, aber auch das gelingt ihr nur selten.
Sie hat eine Vorliebe für Rechtecke und die Zahl "0". Ausflüge mag sie nicht und verlässt deshalb ihre Wohnung nur, um im Tor zu stehen. Auch im Sommer trägt sie gerne eine Mütze und Handschuhe.
Im Alter lebt sie häufig vereinsamt und zurückgezogen.
Die Verteidigerin
Schönheit ist nicht ihr Spiel. Sie ist die geborene Spielverderberin, macht mehr kaputt, als das sie zu einem vernünftigen Spiel beiträgt.
Ihre Art Fußball zu spielen bekommt besonders ihre direkte Gegenspielerin zu spüren. An der Verteidigerin kommt keine vorbei, jedenfalls nicht aufrecht.
Sie macht grundsätzlich alles richtig. Bekommt das Team zu viele Gegentore, ist das Mittelfeld, die Torhüterin oder der Trainer schuld.
Die Abseitsregel wird sie nie ganz verstehen, komplizierte Vorgänge sind nicht ihr Ding. Den Ball will sie eigentlich nicht haben, zerstören ist ihr Leben.
Ihre technischen Fähigkeiten sind äußerst gering, deshalb spielt sie lieber mit Muskelkraft, zum Leidwesen der medizinischen Abteilung der gegnerischen Mannschaft.
Sie hasst die Farben Rot und Gelb, Schiedsrichter und schauspielerische Einlagen ihrer Gegenspielerinnen.
Im Leben nach dem Fußball ist sie wortkarg, schüchtern und möchte niemals im Vordergrund stehen.
Auf Mannschaftsfotos gelingt ihr selten ein Lächeln.
Die Spielmacherin
Es gibt keine auf dem Feld, die wichtiger für ein gutes Spiel der Mannschaft ist - meint sie.
Niemand kann so gut mit dem Ball umgehen, niemand spielt so elegant. Schönheit und Ästhetik, das ist ihr Spiel. Kampf und Einsatzfreude überlässt sie ihren Mannschaftskameradinnen, die ihr alle untergeordnet sind.
Verspringt ihr mal ein Ball, so gibt sie dem Platzwart die Schuld. gelingt ihr etwas, schaut sie sich prüfend um, ob auch alle ihr Können würdigen.
Sie ist eine Mimose, Kritik kann sie nicht ertragen. Als Kopf des Teams bestimmt sie, wo es lang geht. Diskussionen sind ihr fremd, es zählt nur ihr Wort. Bei Niederlagen sucht sie die Schuld bei ihren Mitspielerinnen. Siege hat sie aufgrund ihrer überragenden Fähigkeiten allein errungen.
Im Alltag ohne Fußball ist sie mehr die Außenseiterin. Sie strebt nach ewigem Einzelruhm und ist sehr sensibel.
Die Spielmacherin benötigt deshalb viel Liebe und Zuneigung.







