Kinderfußball - Die Psyche der kleinsten Fußballkids(3)
08. Kritiklose Vertrauensbildung
Weitere Aufgaben meistert ein Kind leichter, wenn es Vertrauen in seine sportlichen Künste hat. Durch Kritik zerstörst Du bei jedem Kind die Illusionen an den eigenen Fähigkeiten. Dies kann schlimmstenfalls sogar zu psychischen Störungen führen. Fehlt einem Kind die Anerkennung durch den/die Trainer/in fühlt es sich als sozial unerwünscht, deshalb nie vergessen: Loben, loben, loben!
Erkennst Du bei einem Kind sportliche Defizite ist es Deine Aufgabe, diese gezielt zu beseitigen. Kritik ist dafür nicht erforderlich.
Äußere Dich niemals negativ über ein Kind in der Mannschaft oder im Teamumfeld. Ein Vertrauensbruch hat verheerende Folgen und ist selten zu reparieren.
Behandle die Kinder mit viel Respekt und Vertrauen, damit sie den Fußballsport begeisternd ausführen, auch noch nach vielen Jahren. Zur Übersicht
09. Die schönste Nebensache der Welt
Blockiere die Kinder zeitlich nicht mit dem Fußball. Es muss genügend Raum für die Schule und andere Freizeitinteressen verbleiben. Das Kind orientiert sich noch und darf nicht zu früh aufs Fußballspielen fixiert werden, auch wenn Du das vielleicht erreichen möchtest. Die umfassende körperliche Entwicklung des Kindes steht im Vordergrund, nicht die eines Fußballspielers oder einer Fußballspielerin. Zur Übersicht
10. Psychische Belastbarkeit
Beim Erwachsenen kennt es jeder, aber beim Kind spielt die Psyche eine noch größere Rolle für die körperliche Belastbarkeit. Probleme in der Familie, in der Schule und bei Sport können ein Kind völlig aus der Bahn werfen. Auch Angst kann zu starken psychischen Belastungen führen. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber beim Training und Spiel. Zur Übersicht
11. Sieg oder Niederlage
Der Leistungsgedanke im Fußball darf nicht bereits bei den Kindern beginnen. Vorschulkinder können damit sowieso nichts anfangen. Der Wettkampf ist zwar spannend, aber schnell wieder vergessen.
Es ist früh genug, wenn bei Jugendlichen der Leistungsgedanke in den Vordergrund tritt. Im Jugendalter geht es dann um Erfolg oder Misserfolg, um Sieg oder Niederlage. Dies ist der Reiz für Jugendliche und davon lebt der Fußball. Bleibt der Erfolg aber aus, führt dies auch häufig zum Vereinsaustritt. Warum wollen wir dies schon den Kindern antun, zumal sie Erfolg oder Misserfolg völlig anders definieren als wir Erwachsenen?!
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