Kinderfußball - Die Psyche der kleinsten Fußballkids
Die Psyche der kleinen Stars
01. Vorwort
02. Konzentration, Action, Neugierde und Fantasy
03. Langeweile und Unverständnis
04. Unbekümmert und ahnungslos
05. Wohlfühlfaktor
06. Vorbilder und Rituale
07. Streicheleinheiten für Persönlichkeiten
08. Kritiklose Vertrauensbildung
09. Die schönste Nebensache der Welt
10. Psychische Belastbarkeit
11. Sieg oder Niederlage
01. Vorwort
Hier geht es um die jüngsten Stars im Fußball. Dabei verzichte ich bewusst auf detaillierte Beschreibungen von Trainingsinhalten oder Verhaltensmustern im Spielbetrieb.
Aber dennoch möchte ich im Vorwort zur Trainingsgestaltung bei Bambini noch etwas loswerden: Vor Jahren wurden die Vorschulkinder häufig in die Turnvereine gesteckt, um Bewegungsmängeln rechtzeitig vorzubeugen. Dort wurde die Körperbeherrschung durch gezielte Motorikübungen in Verbindung mit koordinativen Fähigkeiten vermittelt. Erst später orientierten sich die Kids zu anderen Sportarten. Heute kommen immer mehr Kinder direkt zum Fußball, was für die Trainer/innen eine große Verantwortung für das gesundheitliche Wohl der Kinder bedeutet. Ausgebildet für diese Tätigkeit sind nur wenige Übungsleiter/innen.
Es gibt viele Trainingsprogramme, die die fußballerische Ausbildung der Bambini zu stark in den Vordergrund stellen. Es wird versucht, die Kids bereits jetzt an den Fußballsport zu binden, damit man den Kampf um die Mitgliederzahlen nicht gegen andere Sportarten verliert. Dies geschieht auf Kosten der Kinder, die nur selten umfassend körperlich und seelisch ausgebildet werden können. Wettkampfspiele und Fußballspiele, möglichst in kleinen Gruppen, sind dabei unverzichtbar, um den Spaß am gemeinsamen Erleben zu fördern.

Biete in Deinen Trainingseinheiten Übungen an, die Kinder zum Handel in der Gruppe veranlassen. Dies fördert die Sozialkompetenz, Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit und die Kompromissfähigkeit. Jedes Kind hat das Gefühl, dem Team durch seine Aktivität und Anwesenheit zu helfen.
Aber selbst dies allein reicht nicht aus, um die Kinder optimal zu fördern. Nicht zuletzt sind für die Betreuung der Bambini eine Vielzahl von Hilfsmitteln erforderlich. Viele Vereine haben nur Hütchen, Markierungsteller oder Stangen in ihrem Gerätebestand. Die Kids müssen aber zum Beispiel auch klettern oder mit vielen verschiedenen Bällen spielen.
Das Erarbeiten von motorischen Fähigkeiten, die Korrektur und Vorbeugung von/gegen Haltungsschäden, die Persönlichkeitsentwicklung und die Entwicklung des Sozialverhaltens, sind die wichtigsten Ziele im Bambini-Training. Ebenso gehören Ausflüge und andere gemeinsame Teamerlebnisse zum Programm. Eine schwere und zeitintensive Aufgabe, über die sich aber jede/r Trainer/in bewusst sein sollte. Bambini kann man nicht "so nebenbei" betreuen.
Wie sagt man so schön: "Das Lächeln der Kinder ist die Bezahlung für meine Tätigkeit als Trainer/in!" Wie aber bringe ich das "Lächeln" in die Gesichter der Kinder? Um als Trainer/in kindgerecht zu handeln, sollten einige Merkmale der Psyche von Kindern bekannt sein. Zur Übersicht




